Angriff auf Ölterminal in Sankt Petersburg
Ukrainische Angriffe auf Russland haben in der Nacht zum Samstag ein Ölterminal in Sankt Petersburg beschädigt, das bereits im Juni getroffen worden war. Zudem kam es in Belgorod, der Hauptstadt der gleichnamigen Region, zu teilweisen Stromausfällen.
„Die Luftverteidigungskräfte haben einen Angriff feindlicher Drohnen in Sankt Petersburg und der Region Leningrad abgewehrt. Der Angriff traf die Anlagen eines Ölterminals im Kirowski-Bezirk von Sankt Petersburg“, teilte Aleksandr Beglov, Gouverneur der zweitgrößten Stadt Russlands, in sozialen Netzwerken mit.
In in sozialen Netzwerken veröffentlichten Videos sind mehrere Rauchsäulen zu sehen, die aus dem Bereich des Terminals aufsteigen. Die Anlage war bereits Anfang Juni angegriffen worden, zeitgleich mit dem Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg.
Der Gouverneur der Region Leningrad, Aleksandr Drosdenko, erklärte, die Luftabwehr habe in der Nacht 72 Drohnen abgeschossen. Trümmer eines abgefangenen Fluggeräts seien jedoch im Hafen von Wyssozk niedergegangen.
Stromausfälle nach Angriffen auf Belgorod
Unterdessen wurden in mehreren Stadtteilen von Belgorod, nahe der Grenze zur Ukraine, Stromausfälle registriert. Auslöser waren Drohnenangriffe auf ein Wärmekraftwerk.
„Die Versorgungsdienste und Einsatzteams arbeiteten die ganze Nacht daran, die Folgen des feindlichen Raketenangriffs auf Belgorod zu bewältigen“, schrieb der Gouverneur der Region, Aleksandr Schuwajew, in sozialen Netzwerken.
Die Behörden rechnen damit, die Stromversorgung noch heute wiederherstellen zu können. Zugleich warnten sie vor möglichen Unterbrechungen der Wasserversorgung.
389 Drohnen laut russischem Verteidigungsministerium abgeschossen
Auch die Behörden der Region Pskow meldeten, mehr als 30 Drohnen abgeschossen zu haben. Beim Absturz einer Drohne wurden allerdings drei Zivilpersonen verletzt.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der vergangenen Nacht insgesamt 389 Drohnen in den Regionen Belgorod, Brjansk, Wladimir, Kaluga, Kursk, Lipezk, Leningrad, Nowgorod, Orjol, Pskow, Rostow, Rjasan, Saratow, Smolensk, Twer, Tula und Krasnodar, in der Region Moskau sowie auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim abgeschossen zu haben.
Nach Angaben des Ministeriums wurden außerdem Drohnen abgefangen, die über dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer flogen.
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