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Spanien: Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe steigt wieder auf 21 %

Mann an Tankstelle hält Zapfpistole und Rechnung, blickt auf digitale Preistafel bei sonnigem Wetter.

Ab Mittwoch gilt für Kraftstoffe in Spanien wieder der Mehrwertsteuersatz von 21 %. Zuvor war er wegen des Krieges im Iran über mehr als drei Monate hinweg ausserordentlich auf 10 % gesenkt worden.

Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe in Spanien wieder bei 21 %

Die spanische Regierung hatte im März ein Massnahmenpaket beschlossen, um die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten auf die Preise abzufedern. Dazu gehörten die Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe und Kohlenwasserstoffe von 21 % auf 10 %, weitere steuerliche Entlastungen im Energiebereich sowie zusätzliche Hilfen.

Mehrere dieser Massnahmen wurden schrittweise zurückgenommen. Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo bestätigte am Montag, dass der ermässigte Mehrwertsteuersatz von 10 % auf Kraftstoffe ab dem 1. Juli entfällt.

Weiter gilt jedoch eine Steuervergünstigung für Kohlenwasserstoffe: Sie beträgt im Juli 15 Cent je Liter, im August zehn Cent und im September fünf Cent. Die Entlastung bleibt zudem für Agrardiesel und Lastwagen bestehen.

Auch die Unterstützung der spanischen Regierung beim Kauf von Düngemitteln für die Landwirtschaft wird fortgeführt.

Inflation in Spanien im Juni bei 3,2 %

Die Ankündigung der Regierung erfolgte am selben Tag, an dem eine Schätzung des Nationalen Statistikinstituts (INE) zeigte, dass die Preise in Spanien im Juni gegenüber demselben Monat 2025 um 3,2 % gestiegen sind.

Sollte sich diese Schätzung bestätigen, wäre die Inflationsrate im Jahresvergleich – also die Preisentwicklung gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum – im Juni in Spanien unverändert gegenüber Mai geblieben.

Die Kerninflation, bei der Energie und frische Lebensmittel als traditionell schwankungsanfälligste Bestandteile des Warenkorbs ausgeklammert werden, lag der Schätzung zufolge im Juni bei 2,9 %. Das waren 0,1 Prozentpunkte weniger als im April.

Im Monatsvergleich, also gegenüber dem Vormonat, geht das INE davon aus, dass die Preise im Mai um 0,6 % gestiegen sind.

Nach Angaben des INE trugen höhere Strom- und Gaspreise zur Inflationsentwicklung im Juni in Spanien bei; sie stiegen stärker als im Juni 2025. Dagegen verbilligten sich Kraftstoffe, nachdem sie im Juni 2025 teurer geworden waren.

Die spanische Regierung erklärte zudem, die im März beschlossenen ausserordentlichen Massnahmen hätten die Gesamtinflation um rund einen Prozentpunkt gesenkt.

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