Ein neuer Rückschlag für die Kaufkraft von Millionen Betroffenen.
Smarte Heizkörperthermostate: Einbaupflicht und Kosten
Die Regelung blieb zunächst weitgehend unbeachtet: Im Juni 2023 verabschiedete die Regierung ein Dekret, das für 2027 den verpflichtenden Einbau vernetzter Thermostate an jedem Heizkörper einer Wohnung vorsieht. Inzwischen scheinen die Behörden das Vorhaben hinauszuschieben und nennen 2030 als Ziel. Auch wenn die Maßnahme gut gemeint ist und sogar Energieeinsparungen ermöglichen dürfte, entstehen den Betroffenen dadurch zusätzliche Ausgaben.
Wie Capital berichtet, gab es zunächst eine Förderung, die jedoch wegen Betrugsfällen rasch wieder abgeschafft wurde. Damit müssen die Betroffenen die Kosten selbst tragen: Pro Heizkörper werden knapp 300 Euro fällig. Bei vier Heizkörpern summiert sich die Rechnung folglich auf 1.200 Euro – je nach Situation kann sie sogar noch höher ausfallen. Allerdings gelten zwei Ausnahmen: für Wohnungen, bei denen sich die Installation nicht innerhalb von zehn Jahren amortisiert, sowie für Haushalte mit einem Holzofen.
„Der Staat mischt sich in Dinge ein, die ihn nichts angehen“
Der RTL-Redakteur François Lenglet reagierte auf diese Vorgabe mit scharfer Kritik und bezeichnete die Pflicht als „absurd“. Er sagte: „Die Welt steht Kopf. Der Staat mischt sich in Dinge ein, die ihn nichts angehen.“
Seiner Ansicht nach sollte sich die Regierung stattdessen den großen Energiethemen widmen, etwa dem Neustart der Kernenergie und einem schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien. Kurz darauf griff der ehemalige Innenminister Bruno Retailleau die Debatte auf und beschwerte sich mit ironischem Unterton:
Bei diesem Tempo wird es bald Kontrollen zur Dicke von Pullovern geben, eine Kommission zur Überprüfung der Energieeffizienz von Bettdecken und die Pflicht, eine optimale Körperbehaarung zu züchten, um unsere Energierechnung zu senken.
PPPT: Weitere Sorgen für Wohnungseigentümer
Für die Kaufkraft von Eigentümern reißen die schlechten Nachrichten offenbar nicht ab. Erst kürzlich berichteten wir über den Entwurf eines Mehrjährigen Arbeitsplans (PPPT). Seit dem 1. Januar 2025 müssen gemäß dem Klima- und Resilienzgesetz alle Wohnungseigentümergemeinschaften mit Gebäuden, die älter als 15 Jahre sind, einen solchen Plan erstellen. Damit sollen notwendige Sanierungen frühzeitig geplant werden, um Gebäude und Wohnungen zu erhalten. Zwar ist bislang nichts endgültig entschieden, doch viele befürchten bereits deutlich steigende Kosten. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem vorherigen Artikel hier.
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