Eine Betrugsmasche, die Sie unbedingt kennen sollten, damit Sie nicht darauf hereinfallen.
Steigende Kraftstoffpreise wecken offenbar auch den Einfallsreichtum von Betrügern. Beim sogenannten Zapfpistolen-Betrug blockiert ein Täter das System mithilfe einer geschwärzten Kugel aus Aluminiumfolie. Nachdem der Kunde die Zapfsäule verlassen hat, kann der Betrüger dort weiter Benzin oder Diesel tanken, ohne selbst zu zahlen. Da die Vorautorisierung bis zu 150 Euro betragen kann, wird die Rechnung schnell teuer. Laut Ouest-France sollte man deshalb den Kassenbon verlangen, um sicherzugehen, dass der Zahlungsvorgang tatsächlich abgeschlossen ist.
So funktioniert der Betrug an der Zapfsäule
Die 20-Uhr-Nachrichten von TF1 berichteten bereits im vergangenen Jahr in einer Reportage über eine weitere besonders perfide Methode. Dieser Tankstellenbetrug hat unter anderem an einer Tankstelle in Ardentes im französischen Département Indre Schäden verursacht, denn mehrere Verbraucher wurden dort bereits zu Opfern.
Die Falle nach dem Bezahlen
Zunächst spricht ein Unbekannter einen Autofahrer an und fragt, ob dieser Kraftstoff mit seiner Kreditkarte bezahlen könne. Meist schöpft die angesprochene Person keinen Verdacht, weil es nur um einen vergleichsweise kleinen Betrag geht. Anschließend fährt sie weiter – und genau dann schnappt die Falle zu.
Der Tankstellenbetreiber erklärte gegenüber den Kollegen des ersten Senders:
„Wenn Sie hier genau hinsehen, ist die Zapfpistole nicht vollständig eingehängt. Man muss sie also nur wieder nehmen und kann in aller Ruhe weiter tanken, bis die erteilte Autorisierung erreicht ist, die in der Regel bei 150 Euro liegt. Sobald der Kontoauszug kommt, folgt natürlich das böse Erwachen – und dann ist es leider zu spät.“
Diese Betrugsmaschen sind weit verbreitet
Zur Erinnerung: Solche Betrugsfälle an der Zapfsäule sind leider sehr häufig. Wir hatten bereits über eine Masche berichtet, bei der ein Unbekannter Sie anspricht und behauptet, seine Bankkarte vergessen zu haben. Er bietet an, bar zu bezahlen, wenn Sie seinen Kraftstoff mit Ihrer Bankkarte begleichen. Das Bargeld besteht jedoch leider aus einem gefälschten Geldschein.
Besonders gefährdet sind unbemannte Tankstellen
Die Gefahr beschränkt sich zudem nicht auf den bloßen finanziellen Verlust. Wer einen gefälschten Geldschein verwendet, kann selbst dann rechtliche Probleme bekommen, wenn er nichts von der Fälschung wusste. Besonders anfällig für solche Versuche sind Selbstbedienungstankstellen, vor allem außerhalb der Öffnungszeiten. Die Behörden raten daher zu größter Vorsicht und erinnern daran, sämtliche Bitten von Unbekannten rund um den Kauf von Kraftstoff grundsätzlich abzulehnen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier in unserem vorherigen Artikel.
Angesichts dieser Betrugsmaschen ist es leider ratsam, noch aufmerksamer zu sein, denn für die Betroffenen kann die Rechnung sehr hoch ausfallen. Sind Sie solchen betrügerischen Annäherungsversuchen schon einmal begegnet? Teilen Sie Ihre Erfahrungen gern in den Kommentaren.
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