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Google will bis 2030 mehr Wasser zurückgeben als seine Rechenzentren verbrauchen

Mann analysiert Wasserfluss und Daten auf transparentem Bildschirm in modernem Labor mit Servern im Hintergrund.

Eure Prompts in Gemini, eure Websuchen und das Ansehen von YouTube-Videos benötigen Energie – und auch Wasser zur Kühlung der Rechenzentren. Während der Konzern seine Investitionen in Infrastruktur beschleunigt, stellt er ein Programm vor, mit dem er bis 2030 mehr Wasser zurückgeben will, als seine Rechenzentren verbrauchen.

Die Rechenzentren, auf denen Google-Dienste wie die Suchmaschine, YouTube und Gemini basieren, benötigen Wasser. Google zufolge ist eine Wasserkühlung der Rechenzentren erforderlich, da sie den Energieverbrauch gegenüber einer Luftkühlung um 10 % senken kann. In dieser Woche hat Google einen besonders ehrgeizigen Plan angekündigt: Das Unternehmen will das Wasser, das es in seinen Rechenzentren einsetzt, wieder bereitstellen – obwohl dieser Verbrauch vergleichsweise gering ist.

Wasserverbrauch von Google-Rechenzentren

Laut Google machen Rechenzentren in den USA nur 1 % der Wassermenge aus, die Amerikaner zur Bewässerung ihrer Rasenflächen verwenden. Zugleich räumt der Konzern ein, dass der Schutz lokaler Wasserressourcen wichtig ist. „Unser Ziel ist es, unsere lokalen Auswirkungen zu minimieren, damit unser Wachstum nicht zulasten der Gemeinden geht, die uns aufnehmen“, erklärt das Unternehmen. Google hat sich daher verpflichtet, bis 2030 an seinen Standorten mehr Wasser zurückzugeben, als es verbraucht.

Im Jahr 2025 stellte Google mehr als 26 Milliarden Kubikmeter Wasser wieder bereit. Das entspricht dem jährlichen Verbrauch von 70.000 amerikanischen Haushalten. Zudem verfügt das Unternehmen über „165 Projekte für nachhaltiges Wassermanagement in 97 Wassereinzugsgebieten“. Sobald diese Vorhaben in Betrieb sind, sollen sie bis 2030 mehr als 70 Milliarden Kubikmeter Wasser zurückgeben. Das ist doppelt so viel wie die gesamte Wassermenge, die Google 2024 verbrauchte.

Google will als Vorbild auftreten

Bisher konzentrierten sich die grossen Technologiekonzerne vor allem auf den Energieverbrauch und die Emissionen ihrer Rechenzentren und investierten dafür in neue saubere Energiequellen. Google möchte jedoch auch Kontroversen um den Wasserverbrauch seiner Rechenzentren vermeiden – zu einer Zeit, in der das Unternehmen Milliarden US-Dollar in neue Infrastruktur steckt, um den Wettlauf um KI zu unterstützen.

„Google war der erste grosse Cloud-Dienstleister, der seinen jährlichen Wasserverbrauch für Rechenzentren offengelegt hat“, betont das Unternehmen zudem. „Und wir verpflichten uns, dies weiterhin zu tun, um Transparenz gegenüber den Gemeinden zu gewährleisten, in denen wir investieren und bauen.“

Milliardeninvestitionen in KI-Infrastruktur

Um neue Infrastruktur für KI zu finanzieren, will Google durch den Verkauf von Aktien rund 85 Milliarden US-Dollar einwerben. Davon stammen 10 Milliarden US-Dollar von der Holding Berkshire Hathaway. In einem Schreiben an Investoren erläutert Sundar Pichai, CEO von Google, dass sich die Investitionsausgaben des Unternehmens von 31 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 auf 180 bis 190 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 erhöht haben. 2027 sollen diese Investitionen nochmals deutlich steigen.

Was wir davon halten

Da Google weiterhin Rechenzentren bauen wird, nimmt der Konzern mögliche Kontroversen vorweg, die sich wegen des Wasserverbrauchs dieser neuen Infrastruktur häufen könnten. Auch beim Thema Energie investiert das Unternehmen massiv in neue saubere Quellen zur Versorgung seiner Rechenzentren. Darüber hinaus arbeitet Google an einem Projekt für Rechenzentren im Weltraum, das die Nutzung von Solarenergie optimieren und zugleich zusätzlichen Wasserverbrauch vermeiden könnte.

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