Zum Inhalt springen

Toyota Hilux FCEV: Wasserstoff-Pick-up im Test

Weißer Toyota Hilux FCEV Pickup steht in modernem Raum an einer Wasserstoff-Ladestation.

Toyotas Multi-Energie-Strategie für CO₂-Neutralität

Toyota setzt weiterhin auf eine Multi-Energie-Strategie, um CO₂-Neutralität zu erreichen, und verfolgt dabei mehrere Wege zugleich: von klassischen Hybriden (HEV) über Plug-in-Hybride (PHEV) und batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) bis hin zu Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen mit Wasserstoff (FCEV).

Auf die letztgenannte Technologie legt Toyota weiterhin grossen Wert. Der Hersteller hat angekündigt, an einer neuen Brennstoffzellengeneration zu arbeiten, die 2026 auf den Markt kommen soll. Vor Kurzem bestätigte das Unternehmen zudem die Eröffnung eines Werks in Europa, um die Produktion von Brennstoffzellen zu beschleunigen.

Das deutet darauf hin, dass Toyota künftig weitere Brennstoffzellenmodelle anbieten wird. Eines davon könnte dieser Toyota Hilux FCEV sein, den wir kürzlich auf dem Kenshiki Forum gesehen haben. Sehen Sie sich das Video an:

Toyota Hilux FCEV: Zehn fahrbereite Prototypen

Der Toyota Hilux FCEV ist bislang ein Prototyp, funktioniert jedoch vollständig. Er ist bereit für Erprobungen auf öffentlichen Strassen, mit denen der japanische Hersteller die Machbarkeit dieses Modells bewerten will.

Er ist der erste von zunächst zehn fahrbereiten Prototypen, die gebaut werden sollen. Laut Toyota sollen sie dabei helfen, „eine emissionsfreie Lösung in einem für den Markt entscheidenden Segment zu entwickeln“ – insbesondere im britischen Markt, in dem die Prototypen des Hilux FCEV gefertigt werden.

Kommt eine Serienproduktion?

Ob der Hilux FCEV künftig in Toyotas Modellpalette mit Brennstoffzellenantrieb aufgenommen wird, in der sich bereits Mirai und Crown befinden, wird sich erst mit der Zeit zeigen. Sicher ist jedoch: Toyota unternimmt nur selten etwas ohne konkreten Plan.

Anders gesagt: Der Konzern investiert normalerweise keine Zeit in die Entwicklung von Technologien und Lösungen, auf die er später nicht setzen will. Dieses Szenario erscheint durchaus plausibel, denn das in diesem Prototyp eingesetzte System kommt bereits in einem Serienmodell zum Einsatz: dem Mirai.

Was ist bekannt?

Grundlage des Prototyps ist das Brennstoffzellensystem des Toyota Mirai der zweiten Generation, das Guilherme Costa bereits testen konnte. Sehen Sie sich das Video an:

Das System vereint eine vorn platzierte Brennstoffzelleneinheit, wo sich üblicherweise ein konventioneller Verbrennungsmotor befindet, einen Akku mit 1 kWh Kapazität ähnlich dem in Toyotas Hybridmodellen sowie einen Elektromotor an der Hinterachse. Dieser leistet 134 kW (182 PS) und stellt 300 Nm bereit.

Die Energie liefern drei vollständig aus Kohlefaser gefertigte Wasserstofftanks mit einem Fassungsvermögen von 7,8 kg Wasserstoff. Damit gibt Toyota für den Hilux FCEV eine Reichweite von bis zu 650 km an.

Wie Ihnen vermutlich aufgefallen ist, verfügt dieser Prototyp in seiner aktuellen Ausführung ausschliesslich über Hinterradantrieb – für einen Hilux durchaus ungewöhnlich.

Bei der Präsentation des Prototyps auf dem Kenshiki Forum 2023 versicherten die Toyota-Ingenieure allerdings, dass sich künftig Allradantrieb realisieren lasse, sofern die Machbarkeit des Konzepts nachgewiesen wird – so, wie es sich für einen Arbeitspick-up gehört.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen