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Elektroauto laden: Neue Zahlungsmöglichkeiten durch AFIR

Weißes Elektroauto AFIR-EV55 steht in modernem Showroom neben Ladestation bei Tageslicht.

Eine der größten Hürden beim Laden eines Elektroautos sind weiterhin die verfügbaren Zahlungsmöglichkeiten.

Denn Strom lässt sich bislang nicht einfach genauso laden und bezahlen, wie man ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor betankt und den Kraftstoff bezahlt. Wer ein Elektroauto nutzt, muss beispielsweise zunächst Kunde eines der verfügbaren Energieanbieter (CEME) sein.

Ab dem kommenden Jahr werden sich jedoch einige dieser Vorgaben ändern. Grundlage ist die AFIR (Alternative Fuels Infrastructure Regulation), die Verordnung zum Aufbau einer Infrastruktur für alternative Kraftstoffe. Sie ist Teil des Pakets „Fit für 55“, mit dem die CO₂-Emissionen in der EU bis 2030 um 55 % gesenkt werden sollen.

AFIR erleichtert das Bezahlen an Ladesäulen

Eines der in der AFIR genannten Ziele lautet: „Nutzer von Elektro- oder Wasserstofffahrzeugen müssen an Lade- oder Tankstellen problemlos mit Zahlungskarten oder Geräten mit kontaktloser Funktion bezahlen können, ohne ein Abonnement abschließen zu müssen und bei vollständiger Preistransparenz.“

Konkret bedeutet das: Sämtliche öffentlich zugänglichen Ladepunkte, die ab dem 13. April 2024 errichtet werden, müssen mit Kartenlesern ausgestattet sein. Ab dem 1. Januar 2027 gilt diese Vorgabe außerdem für alle entlang des TEN-V (transeuropäisches Verkehrsnetz) installierten Ladepunkte. Falls sie noch nicht entsprechend ausgestattet sind, müssen sie nachgerüstet werden.

Diese Pflicht betrifft allerdings nur Ladepunkte mit einer Ladeleistung von mehr als 50 kW. Unterhalb dieser Grenze ist ein Retrofit beziehungsweise eine Umrüstung nicht verpflichtend.

Zahlungsmöglichkeiten

Neben klassischen Kartenlesern müssen Ladestationen für Elektroautos auch Geräte mit kontaktloser Funktion enthalten, die zumindest Zahlungskarten auslesen können.

Für öffentlich zugängliche Ladepunkte mit einer Ladeleistung von weniger als 50 kW ist jedoch eine Alternative vorgesehen.

In diesem Fall kann die Zahlung über Geräte erfolgen, die eine Internetverbindung nutzen und sichere Zahlungsvorgänge ermöglichen, etwa durch die Erstellung eines spezifischen Quick-Response-Codes (QR-Code). Das entspricht einer Lösung ähnlich dem derzeit verwendeten MB Way, das weiterhin für rund 76 % der Verbraucher die bevorzugte Möglichkeit ist, sofern es verfügbar ist.

Die heute bekannten Zahlungsarten über Verträge mit Betreibern oder Energieversorgungsunternehmen bleiben weiterhin verfügbar und funktionieren unverändert.

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