Nach dem Preisanstieg bei Batterien im Jahr 2022 – dem ersten Anstieg nach zehn Jahren sinkender Preise – setzte sich der Abwärtstrend 2023 wieder fort. Dabei fiel der Preis auf ein neues Rekordtief.
Wie BloombergNEF (BNEF) berichtet, sank der Preis von 151 Dollar pro kWh (139 Euro) im Jahr 2022 auf 139 Dollar pro kWh (rund 128 Euro) im Jahr 2023. Das entspricht einem Rückgang von 14 % und zugleich dem bislang niedrigsten Wert.
Batteriepreise sinken auf Rekordniveau
Dieser „Rückgang“ ist BNEF zufolge auf günstigere Rohstoffe sowie niedrigere Preise für verschiedene Komponenten der Batterieproduktion zurückzuführen. Gleichzeitig wurde die Produktionskapazität ausgebaut, während die Nachfrage hinter den von der Branche erwarteten Werten zurückblieb.
Die Auswertung zeigt dennoch, dass die Nachfrage nach Batterien für Elektroautos und stationäre Speichersysteme weiterhin das Potenzial für ein jährliches Wachstum von mehr als 50 % besitzt. 2023 wurde ein Volumen von 950 GWh (Gigawattstunden) erreicht.
Demgegenüber meldeten die führenden Batteriehersteller eine geringere Auslastung ihrer Produktionslinien. Sowohl die Umsätze als auch die Nachfrage blieben unter den Erwartungen.
Viele Hersteller von Batterien und Elektroautos mussten deshalb ihre Produktionsziele anpassen, was sich letztlich auch auf die Batteriepreise auswirkt.
Eine Welt jenseits von Lithium
Die Suche nach neuen Lösungen und Technologien führt dazu, dass die Branche verstärkt auf Batteriechemien mit niedrigeren Kosten setzt, etwa auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP).
Dabei handelt es sich weiterhin um Lithium-Ionen-Batterien, deren Kosten jedoch unter denen von NMC-Batterien (Nickel, Mangan und Kobalt) mit höherer Energiedichte liegen. Laut BNEF betrug der gewichtete Preis von Batterien mit dieser Technologie 2023 95 Dollar (87 Euro) je kWh und lag damit rund 32 % unter dem Preis von NMC-Batterien.
Prognosen für Rohstoffe und Batteriekosten
Für dieses Jahr rechnen die Bergbauindustrie und Rohstoffhändler damit, dass die Preise der am häufigsten verwendeten Materialien – darunter Lithium, Nickel und Kobalt – 2024 weiter sinken werden.
Entsprechend erwartet BNEF, dass die durchschnittlichen Batteriepreise in diesem Jahr erneut nachgeben und bei 133 Dollar (122 Euro) pro kWh liegen werden.
Mit Blick auf die weitere Entwicklung prognostiziert BNEF durch neue Technologien und Fertigungsmethoden Preise von 113 Dollar (140 Euro) im Jahr 2025 und 80 Dollar (77 Euro) im Jahr 2030.
Darüber hinaus geht BloombergNEF davon aus, dass neue Technologien wie Silizium- und Lithium-Metall-Anoden, Festkörperelektrolyte sowie neue Verfahren zur Zellfertigung künftig eine wichtige Rolle bei der Batterieproduktion für Elektroautos spielen werden. Dies dürfte zu weiteren Preissenkungen führen.
Quelle: BloombergNEF
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