Zum Inhalt springen

Almada: Seixal stellt Wasserentnahmebohrung gegen Wassermangel bereit

Zwei Ingenieure in Warnwesten prüfen ein Wasserrohr auf einer Baustelle mit Messgerät und Plänen.

Der Kreis Seixal wird eine Wasserentnahmebohrung bereitstellen, um den Wassermangel zu lindern, der in Almada seit einigen Tagen spürbar ist. Nach Angaben der Portugiesischen Umweltagentur (APA) wird im selben Kreis eine weitere Bohrung errichtet, die voraussichtlich in „zwei oder drei Wochen“ fertiggestellt sein soll.

Wasserentnahmebohrungen aus Seixal für Almada

Diese Angaben stammen von José Pimenta Machado, dem Präsidenten der APA. Er geht davon aus, dass die laufenden Arbeiten zur Entschärfung der Lage beitragen werden. Wie er erläuterte, „liefern die bestehenden Entnahmestellen in Almada täglich 50.000 Kubikmeter Wasser, während der Verbrauch bei 60.000 m3 pro Tag liegt – es gibt also eine Differenz von 10.000 m3“.

„Die Bohrung wird zwischen 1800 und 2000 m3 täglich fördern und damit rund 20% des Wasserbedarfs abdecken. Das wird ein wichtiger Beitrag sein, um den Bedarf zu decken“, erklärte Pimenta Machado.

Niederschläge und Wasserreserven in Portugal

Der APA-Präsident wies zudem darauf hin, dass „dieses Jahr hinsichtlich der Niederschläge ein gutes Jahr für Portugal ist, weil es in den ersten drei Monaten des Jahres viel geregnet hat“. „Unsere Stauseen sind zu 86% gefüllt, und es gibt vielerorts Hochwasser. So ist etwa die Alverca- und Bravura-Talsperre, die dafür bekannt ist, kein Wasser zu haben, voll. Hier geht es nicht um Dürre; wir müssen uns vielmehr darauf konzentrieren, den Notfall zu lösen“, betonte er.

Appell zum effizienten Wasserverbrauch in Almada

Pimenta Machado versicherte, dass die APA „alles unternimmt, um die Erteilung von Genehmigungen für neue Wasserentnahmestellen zu vereinfachen“, und richtete zugleich einen Appell an die Bevölkerung von Almada. „Ich appelliere an alle, Wasser effizient zu nutzen: Wir haben Wasser, aber nicht zum Verschwenden. In Almada beträgt der Verbrauch pro Einwohner 300 Liter am Tag, der nationale Durchschnitt liegt bei 180. Ich bitte um Effizienz, denn wir haben kein Wasser zum Verschwenden“, wiederholte Pimenta Machado. Als möglichen Grund für den aussergewöhnlichen Wasserverbrauch nannte er die Hitze und bestätigte, dass es „weitere Gründe gibt, die noch bewertet werden müssen“.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen