Der Stadtrat von Miranda do Douro hat einstimmig einen Antrag verabschiedet, der von der Regierung mehr Informationen, unabhängige Bewertungen und Ausgleichszahlungen verlangt.
Erneuerbare Energien in Miranda do Douro: Forderung nach Transparenz
In einer außerordentlichen Sitzung stimmte die Stadtverordnetenversammlung von Miranda do Douro am Freitag einstimmig für einen Antrag. Darin fordert sie von der Regierung Transparenz, technische Sorgfalt und Respekt gegenüber der Bevölkerung, bevor neue Projekte für erneuerbare Energien in der Gemeinde vorangetrieben werden.
Der Beschluss fällt in eine Zeit, in der Miranda vor möglichen neuen Großinvestitionen steht. Diese betreffen die Hybridisierung bestehender Wasserkraftwerke sowie das sektorale Programm für Zonen zur beschleunigten Umsetzung erneuerbarer Energien.
Der Antrag verlangt, die Frist für die öffentliche Konsultation des Programms unverzüglich zu verlängern und die Installation von Anlagen auszusetzen. Dies soll gelten, bis vollständige Angaben zu den betroffenen Flächen, Karten, dem Umfang der Maßnahmen und dem vorgesehenen Zeitplan vorliegen.
Pedro Velho, Präsident der Stadtverordnetenversammlung, erklärte gegenüber JN, der Text sei Ergebnis „einer gemeinsamen Anstrengung aller Parteien und aller unabhängigen Gruppen“. Er betonte, dass „Miranda nicht gegen die Energiewende ist“, diese jedoch „wahrheitsgemäß umgesetzt“ werden müsse. Aus Sicht des Kommunalpolitikers dürften „die betroffenen Gebiete, die Grundstücke“ ebenso wenig verschwiegen werden wie „der tatsächliche Umfang der Eingriffe und die tatsächlichen Auswirkungen“.
Unabhängige Prüfungen und lokale Gegenleistungen
Darüber hinaus fordert das Dokument Umwelt-, Sozial-, Wirtschafts-, Landschafts- und Gesundheitsbewertungen, die „streng und unabhängig“ durchgeführt werden. Sie sollen auch die kumulierten Auswirkungen mehrerer Energieinfrastrukturen innerhalb desselben Gebiets berücksichtigen.
Pedro Velho erinnert daran, dass Miranda mit den Staudämmen von Miranda und Picote historisch zur nationalen Energieversorgung beigetragen habe. Deshalb müssten neue Vorhaben einen „lokalen Nutzen“ schaffen. Gefordert werden Ausgleichsleistungen für das Gebiet, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Ansiedlung der steuerlichen Unternehmenssitze vor Ort.
Helena Barril, Bürgermeisterin der Gemeinde, weist darauf hin, dass ein großer Teil des Gemeindegebiets zum Naturpark Douro Internacional gehört, was einen wichtigen Schutz darstellt. Dennoch warnt sie davor, dass Unternehmen Miranda nicht „nur unter dem Gesichtspunkt des Gewinns“ betrachten dürften.
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