Die portugiesische Umwelt- und Energieministerin erklärte am Samstag, dass die Probleme bei der Wasserversorgung der Gemeinde Mogadouro durch einen Anschluss an die Talsperre Bemposta am Fluss Douro behoben werden sollen.
Mogadouro erhält Wasser aus der Talsperre Bemposta
„Damit stehen ihnen zwei Wasserquellen zur Verfügung. Über die Talsperre Bemposta erhalten sie Zugang zu Wasser aus dem Douro. Die Schwierigkeiten bei der Wassermenge sind damit gelöst. Die Qualität ist gut, wird aber noch besser sein, wenn sie über eine höhere Qualität verfügen und die Versorgungsquelle selbst auswählen können“, sagte Maria da Graça Carvalho.
Die Ministerin wurde im Rathaus von Mogadouro geehrt und erhielt den Schlüssel der Stadt.
Derzeit wird Mogadouro aus dem Stausee Bastelos in Penas Roias versorgt, dessen Kapazität jedoch nicht ausreicht. Um die Wasserversorgung zu sichern, plant die Gemeinde eine Investition von fünf Millionen Euro im Rahmen des Programms Nachhaltig 2030.
„Das Projekt ist bei der Portugiesischen Umweltagentur (APA) bereits weit fortgeschritten und kann rasch eingereicht werden. Auch für Nachhaltig 2030 ist eine zügige Umsetzung wichtig. Sie kann schnell erfolgen, weil das Vorhaben technisch nicht besonders komplex ist. Es handelt sich um eine Leitung“, erläuterte die zuständige Ministerin.
Projekte von Engie im Distrikt Bragança
Zu den Aktivitäten des Unternehmens Engie im Distrikt Bragança erklärte Maria da Graça Carvalho, sie kenne die einzelnen Vorhaben nicht. Das Unternehmen hat dort mit der öffentlichen Vorstellung und Anhörung zu Projekten zur Hybridisierung der Wasserkraftwerke Picote, Bemposta, Baixo Sabor und Foz Tua begonnen. Vorgesehen ist die Errichtung von Wind- und Photovoltaikparks in mehreren Gemeinden.
„Sie werden von den Verwaltungsbehörden bewertet, also von den nationalen Stellen: der APA, dem Institut für Naturschutz und Wälder sowie der Kommission für Koordinierung und regionale Entwicklung des Nordens. Als allgemeine politische Linie gilt für uns, für diese Regierung, jedoch, dass die Projektträger mit der Bevölkerung sprechen und eine Möglichkeit finden müssen, die Einwohnerinnen und Einwohner sowie die Kommunalvertreter von Beginn an einzubinden“, betonte die Ministerin.
Energiewende im Einklang mit der Bevölkerung
Nach Ansicht der Umwelt- und Energieministerin „muss ein Projekt transparent allen Beteiligten zugutekommen, und von Anfang an müssen die Kommunen und vor allem die Bevölkerung stark eingebunden werden, weil die Vorhaben erhebliche Auswirkungen auf die Gebiete haben. Sie bringen aber auch viele Vorteile für das Land, für Europa und für die Welt“, erklärte Maria da Graça Carvalho. Die Regierung wolle, „dass das Land die Energiewende vollzieht, jedoch im Einklang mit der Bevölkerung“.
Die Ministerin räumte ein, dass sie von den Projekten erst durch die Presse erfahren habe. „Wir empfangen Projektträger nicht, solange sie sich im Genehmigungsverfahren befinden, um keinerlei Signal weder dafür noch dagegen zu geben. Unsere Politik beruht auf vollständigem Vertrauen in unsere Institutionen zur Umweltverträglichkeitsprüfung“, ergänzte sie.
In Mogadouro besuchte die Ministerin zudem den Wasserfall Faia da Água Alta und unterzeichnete den Vertrag zur Einrichtung des Interpretationszentrums des Naturparks Douro Internacional. Die Infrastruktur soll die Vermittlung und den Schutz der Naturwerte der Region stärken.
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