Nationales Stromnetz in Kuba wieder in Betrieb
Nach einem weiteren landesweiten Stromausfall ist das kubanische Stromnetz am Sonntag wiederhergestellt worden. Es war bereits der zweite Blackout auf der Insel innerhalb von weniger als einer Woche. Kuba steht unter einem von den USA verhängten Treibstoffembargo, wie der nationale Energieversorger mitteilte.
„Um 6.30 Uhr [11.30 Uhr in Kontinentalportugal] heute Morgen wurde das nationale Stromnetz im ganzen Land wieder zugeschaltet“, schrieb die staatliche Elektrizitätsgesellschaft UNE im sozialen Netzwerk X.
Nach mehr als 24 Stunden Arbeit am Wiederanlauf des Systems konnten die Ingenieure die Wiederherstellung in der Nacht von Samstag auf Sonntag beschleunigen. Der Prozess war durch den Treibstoffmangel erschwert und zusätzlich kompliziert worden.
Nach Angaben der Behörden wurde in der Nacht die Stromversorgung für mehr als 65 % der Haushalte in Havanna wiederhergestellt. Die Stadt hat 1,7 Millionen Einwohner.
Es handelte sich um den vierten landesweiten Stromausfall in weniger als sechs Monaten und um den neunten seit Ende 2024 auf der Insel mit 9,6 Millionen Einwohnern.
Wirtschaftskrise und Treibstoffembargo
Die Karibikinsel erlebt die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Verschärft wurde sie durch das im Januar von US-Präsident Donald Trump verhängte Treibstoffembargo, das Teil einer Druckkampagne ist, die sechs Jahrzehnte kommunistischer Herrschaft beenden soll.
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