Tanker vor Oman von Geschoss getroffen
Nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO ist am Montag vor der Küste Omans in der Region der Straße von Hormus ein Tanker von einem nicht identifizierten Geschoss getroffen worden.
„Ein Tanker meldete, auf der Backbordseite von einem unbekannten Geschoss getroffen worden zu sein, das einen Brand auslöste, während das Schiff nach Süden unterwegs war“, teilte die UKMTO mit. Bei dem Vorfall seien weder Menschen verletzt noch Umweltschäden verursacht worden.
Der Angriff ereignete sich 8 Seemeilen (15 Kilometer) östlich von Limah im Sultanat Oman.
Konflikt belastet die Schifffahrt in der Straße von Hormus
Seit dem 01. März sind Handelsschiffe durch den Konflikt im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Damals sperrte Iran diese strategisch wichtige Passage als Vergeltung für US-amerikanische und israelische Angriffe, während die Vereinigten Staaten ihrerseits eine Blockade iranischer Häfen verhängten.
Der Schiffsverkehr wurde wieder aufgenommen, nachdem Washington und Teheran am 17. Juni ein Memorandum of Understanding zur Beendigung des Konflikts unterzeichnet hatten.
Iran betont jedoch trotz des Widerstands der Vereinigten Staaten, dass es keine Rückkehr zur Lage vor dem Krieg geben werde, als die Durchfahrt durch die Meerenge kostenlos war. Zugleich droht Teheran Schiffen, die versuchen, die einzige genehmigte Route entlang seiner Küsten zu umgehen.
Ende Juni bombardierten die Vereinigten Staaten das Land als Vergeltung, nachdem sie Teheran vorgeworfen hatten, zwei Schiffe angegriffen zu haben. Iran griff seinerseits die Golfanrainer Kuwait und Bahrain an.
Anschließend erzielten Teheran und Washington eine weitere Vereinbarung über eine Waffenruhe.
Bedeutende Ölroute zu den asiatischen Märkten
Die Straße von Hormus ist die wichtigste Seeroute, welche die ölfördernden Länder des Nahen Ostens mit dem Rest der Welt und insbesondere den asiatischen Märkten verbindet.
Nach Angaben der US-Energiebehörde passierten 2024 täglich rund 20 Millionen Barrel Rohöl die Meerenge. Dies entsprach fast 20 % des weltweiten Verbrauchs an flüssigem Erdöl.
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