Die Ankündigung löst an den Märkten Euphorie aus.
Ist nun ein Ende der Krise in Sicht? Der iranische Außenminister Abbas Araghtchi hat jedenfalls soeben erklärt, dass die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus „für die verbleibende Dauer des Waffenstillstands“ wiederhergestellt werde.
Er führte aus: „Nach der Bekanntgabe des Waffenstillstands im Libanon wird die Durchfahrt sämtlicher Handelsschiffe durch die Straße von Hormus für vollständig frei erklärt.“ Der Ministerpräsident schränkte jedoch ein, dass der Verkehr „gemäß der von der iranischen Organisation für Häfen und Seefahrtsangelegenheiten abgestimmten und zuvor bekanntgegebenen Route“ erfolgen werde. Anders gesagt: Die Passage ist nicht mehr an dieselben uneingeschränkten Bedingungen gebunden wie vor dem Krieg.
Unklar bleibt zudem, ob der Minister den am Donnerstagabend geschlossenen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon meint oder die Einstellung der Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran, die am 22. April enden soll.
Brent-Preis fällt auf 89 Dollar
Unabhängig davon reagierten die Finanzmärkte begeistert auf die Nachricht. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt der Preis für ein Barrel Brent, die maßgebliche Referenz an diesem Markt, bei 89 Dollar. Damit notiert er 9 % unter dem Wert vom Morgen und so niedrig wie seit mehreren Wochen nicht mehr.
USA halten am Blockade der iranischen Häfen fest
Auch das Weiße Haus begrüßte die Entscheidung umgehend. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Donald Trump: „Der Iran hat gerade bekannt gegeben, dass die Straße von Hormus vollständig geöffnet und bereit ist, jede Art von Verkehr aufzunehmen. Danke!“
Gleichzeitig werde die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen unverändert fortgeführt, wie er weiter schrieb: „Die Straße von Hormus ist vollständig geöffnet (…), aber die Seeblockade bleibt ausschließlich gegenüber dem Iran uneingeschränkt in Kraft, bis unsere Vereinbarung mit dem Iran zu 100 % abgeschlossen ist.“
Freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus muss sich bewähren
Es bleibt abzuwarten, ob die vom Iran zugesicherte Bewegungsfreiheit dauerhaft Bestand hat und tatsächlich umgesetzt wird. Die vergangenen Wochen mahnen zur Vorsicht, auch wenn sich die Lage vor Ort offenbar verbessert.
Selbst wenn der Konflikt bald endet und Schiffe die Straße von Hormus wieder ungehindert passieren können, werden die seit Ende Februar aufgelaufenen Verzögerungen die Weltwirtschaft noch über mehrere Monate belasten. Zudem haben sie die geopolitische Lage in der Region erheblich verändert.
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