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Kraftstoffpreise: Autovoucher steigt im März auf 20 Euro

Frau tankt Auto und zeigt Smartphone mit digitaler Bezahlung an der Tankstelle bei Sonnenschein.

Am kommenden Montag steht ein historischer Anstieg der Kraftstoffpreise bevor: Diesel wird pro Liter um 14,5 Cent teurer, Benzin um acht Cent.

Um die Auswirkungen dieser Preiserhöhung für die portugiesischen Verbraucher abzufedern, hat die Regierung ein außerordentliches Maßnahmenpaket beschlossen. Es wurde gestern, am Freitag, von Finanzminister João Leão vorgestellt und wird 140 Millionen Euro kosten.

Besonders hervorzuheben ist die Aufstockung des Autovouchers: Sein Betrag steigt im März von fünf auf 20 Euro. Hier sind alle Maßnahmen im Überblick.

Autovoucher wird auf 20 Euro erhöht

Der Autovoucher wurde von der Regierung im November vergangenen Jahres eingeführt und läuft in diesem März aus. Die Maßnahme sollte ebenfalls die steigenden Kraftstoffpreise abfedern.

Sie sieht eine monatliche Erstattung von fünf Euro vor, wenn Verbraucher ihr Fahrzeug an einer teilnehmenden Tankstelle betanken und auf der Plattform IVAucher registriert sind. Der Betrag wird im darauffolgenden Monat erstattet, nachdem der Verbraucher im Folgemonat an einer Tankstelle einen Einkauf getätigt hat.

Im März wird die Erstattung einmalig auf 20 Euro angehoben. Damit soll der erwartete Anstieg der Kraftstoffpreise ausgeglichen werden.

Eine Verlängerung des Autovouchers über diesen März hinaus ist nicht vorgesehen.

Senkung der ISP und Einfrieren der CO₂-Abgabe bis zum 30. Juni verlängert

Die ISP (Steuer auf Mineralölprodukte) wurde im vergangenen Oktober bei Benzin um zwei Cent und bei Diesel um einen Cent gesenkt. Ursprünglich sollte diese Regelung Ende Januar dieses Jahres auslaufen.

Nun wird die außerordentliche Senkung bis Ende Juni fortgesetzt. Der Finanzminister schloss dabei weitere Reduzierungen für die Zukunft nicht aus.

Auch die CO₂-Abgabe bleibt auf ihrem bisherigen Niveau eingefroren, obwohl sie am 31. März angepasst werden sollte. Ohne diese Maßnahme würden die Kraftstoffpreise um fünf Cent steigen.

Von den 140 Millionen Euro, die dieses Maßnahmenpaket zur Abmilderung der steigenden Kraftstoffpreise den Staat kostet, entfällt mit rund 87 Millionen Euro der größte Anteil auf das Einfrieren der CO₂-Abgabe. Die Senkung der ISP «wiegt» 15 Millionen Euro.

Unterstützung für Taxis und Busse steigt auf 0,30 €/l

Um den höheren Kraftstoffkosten entgegenzuwirken, kündigte Umweltminister Matos Fernandes außerdem eine Verlängerung und Erhöhung der Unterstützung für Taxis und Busse an.

Die Hilfe wird ebenfalls bis zum 30. Juni verlängert. Gleichzeitig steigt sie von 10 Cent pro Liter auf 30 Cent pro Liter.

Wie bisher müssen Unternehmen des öffentlichen Verkehrs und Taxiunternehmen beim Umweltfonds einen Antrag einreichen, um diese Unterstützung erhalten zu können.

Förderung für den Kauf von Elektrofahrzeugen steigt auf 4000 Euro

Die staatliche Förderung für Privatpersonen beim Kauf von Elektrofahrzeugen betrug bislang 3000 Euro und wird auf 4000 Euro erhöht. Entsprechend steigt auch das jährliche Budget, das in diesem Jahr 10 Millionen Euro betragen wird.

Der Umweltminister erklärte, die Verordnung zu dieser Maßnahme werde entweder in der kommenden Woche oder in der Woche danach veröffentlicht. Die Verdoppelung des jährlichen Budgets von fünf Millionen Euro auf 10 Millionen Euro betrifft auch gewerbliche Fahrzeuge von Unternehmen sowie Fahrräder.

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