Rekordanstieg bei Benzin und Diesel
Der Krieg in der Ukraine verstärkt den ohnehin bestehenden Aufwärtstrend bei den Kraftstoffpreisen. Das zeigt sich an der Rekorderhöhung, die für die kommende Woche erwartet wird.
Bei der zehnten Preissteigerung seit Jahresbeginn dürfte Diesel um 14,5 Cent teurer werden, während Benzin voraussichtlich um acht Cent steigt.
Nach Angaben der Website „Mais gasolina“ kostet ein Liter Superbenzin 95 derzeit durchschnittlich 1,917 Euro. In der nächsten Woche dürfte der Preis an zahlreichen Tankstellen damit über 2,00 €/l liegen.
Auch beim normalen Diesel ist mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen: Ausgehend von einem Durchschnittspreis von 1,791 €/l dürfte er nach der Erhöhung 1,936 €/l kosten. An einigen Stationen wird voraussichtlich zudem additivierter Diesel die „Schwelle“ von 2,00 €/l überschreiten.
Ursachen und Reaktionen
Obwohl die steigenden Preise schon seit Längerem erkennbar sind, gehen die aktuellen Sprünge auf die Folgen des Ukraine-Kriegs und auf die Maßnahmen verschiedener Mineralölkonzerne zurück, die das russische Regime sanktionieren.
Dies zeigt sich auch beim Preis für ein Barrel Brent-Rohöl, dem Referenzwert für die nationalen Preise: Am Donnerstag erreichte es 116,8 US-Dollar – den höchsten Stand seit August 2013.
Als Reaktion auf die höheren Kraftstoffpreise hat der Nationale Verband für den Personenverkehr (ANTROP) bereits direkte finanzielle Unterstützung durch die Regierung sowie eine Ausweitung des Berufsdiesels auf die Branche gefordert.
Entlastungen für private Verbraucher
Für Privatkunden sind derzeit keine Steuererleichterungen in Sicht. Ihnen bleibt daher die Hoffnung, dass der AUTOvoucher fortgeführt wird. Das Programm war ursprünglich auf fünf Monate von November 2021 bis März 2022 angelegt; die Regierung hat jedoch eine mögliche Verlängerung in Aussicht gestellt.
Wie eine von der Nachrichtenagentur Lusa zitierte offizielle Quelle des Finanzministeriums erklärte: „Die Zweckmäßigkeit seiner Fortführung wird später anhand der Entwicklung der aktuellen Kraftstoffpreissituation und der Entscheidungen beurteilt, die bis dahin möglicherweise getroffen werden.“
Hinzu kommen die weiterhin geltende außerordentliche Senkung der Kraftstoffsteuer und das „Einfrieren“ der Erhöhung des CO₂-Preises. Dessen Ende war zunächst für den 31. März vorgesehen, wurde inzwischen jedoch verlängert, ohne dass die Dauer bekannt gegeben wurde.
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