Der Vizepräsident der Stadtverwaltung von Gaia, Firmino Pereira, setzt sich für eine gemeinsame Abfallwirtschaft der Gemeinden südlich des Douro sowie nördlich von Aveiro ein. Die geplante Organisation soll insgesamt 17 Gemeinden umfassen und auch den Bau einer Müllverbrennungsanlage vorsehen.
Gemeinsame Abfallwirtschaft für 17 Gemeinden
Firmino Pereira, Vizepräsident der Stadtverwaltung von Gaia, spricht sich für die Gründung einer Einrichtung aus, die die Abfallentsorgung der Kommunen der Metropolregion Porto südlich des Douro koordiniert und zudem weitere Gemeinden nördlich von Aveiro einbezieht – insgesamt 17 Gemeinden.
„Es ist notwendig, eine integrierte Lösung umzusetzen, und Gaia muss diese Bewegung der Gemeinden südlich des Douro anführen, die insbesondere zum Bau einer Müllverbrennungsanlage führen könnte, da Deponien ab 2035 nach einer europäischen Richtlinie Einschränkungen bei den Siedlungsabfällen haben werden, die sie annehmen dürfen“, erklärte Firmino Pereira gegenüber JN.
„Es ist dringend erforderlich, sich einem Problem zu stellen, das eine zukunftsorientierte Perspektive braucht, weil die Regierung derzeit eine nationale Strategie für das System der Siedlungsabfälle vorbereitet“, betonte der Sozialdemokrat.
Nach Ansicht des Kommunalpolitikers erfordern Siedlungsabfälle – von der Sammlung über die Ablagerung bis zur Behandlung – eine Strategie mit „mehr Rationalisierung“. Dadurch solle verhindert werden, „dass die Kosten für die kommunalen Haushalte untragbar werden“ und sich anschließend „belastend auf die Rechnung der Einwohner auswirken“.
Streit zwischen Gaia und Suldouro
Derzeit werden die Abfälle aus Gaia und Santa Maria da Feira, wo zusammen rund 440.000 Menschen leben, von Suldouro verwaltet. Die Stadtverwaltung von Gaia befindet sich mit dem Unternehmen in einem Streit: Sie ist der Auffassung, seit 2022 für die Müllsammlung 10,7 Millionen Euro zu viel gezahlt zu haben, und kündigte an, nur noch 70 % der ausgestellten Rechnungsbeträge zu überweisen.
Suldouro wies den Vorwurf unrechtmäßiger Abrechnungen zurück. Das Unternehmen warnte zudem, dass eine Zahlung von lediglich 70 % der Rechnung die Dienstleistungen für die Bevölkerung gefährden könne.
Lipor als größter Abfallentsorger der Metropolregion Porto
Die wichtigste Abfallwirtschaftseinrichtung in der Metropolregion Porto ist Lipor. Ihr gehören acht Gemeinden an: Porto, Matosinhos, Maia, Gondomar, Valongo, Vila do Conde, Póvoa de Varzim und Espinho – mit etwa einer Million Einwohnern.
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