Petition fordert Rekommunalisierung der Wasserversorgung in Santa Maria da Feira
Der BE hat der Gemeindeversammlung von Santa Maria da Feira eine Petition mit 1834 Unterschriften übergeben. Darin wird verlangt, die Konzession für das Wassernetz an Indaqua zu beenden und den Dienst noch innerhalb der laufenden kommunalen Wahlperiode wieder in öffentliche Hand zu überführen.
Nach Angaben der kommunalen Koordinierungskommission des BE stammen die Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern, die „zutiefst unzufrieden mit der privaten Bewirtschaftung“ seien. Die Einwohner von Santa Maria da Feira zahlten „eines der teuersten Wasserangebote des Landes und das teuerste im Bezirk Aveiro“.
Die Unterzeichnenden fordern zudem einen besonderen Tarif für kinderreiche Familien, die Abschaffung von Anschluss- und Bereitstellungsgebühren, die Rekommunalisierung der Abfallsammlung sowie eine vollständige Abdeckung durch Wasser- und Abwassernetze innerhalb von höchstens zwei Jahren.
BE verlangt Debatte über die Indaqua-Konzession
Obwohl der BE nicht in der Gemeindeversammlung vertreten ist, rief er die dort vertretenen Fraktionen dazu auf, eine eigene Debatte über die Petition anzusetzen.
In einer Mitteilung kritisiert der Bloco die Antwort des Bürgermeisters während der Gemeindeversammlung. Nach Darstellung der Partei begründete der Kommunalpolitiker die Fortsetzung der bisherigen Politik damit, dass er die jüngsten Kommunalwahlen gewonnen habe. „Die Antwort des Bürgermeisters bestand in der Praxis darin, sich hinter dem Wahlergebnis zu verstecken“, heißt es darin. Zugleich betont der BE: „Wahlen zu gewinnen gibt niemandem das Recht, die Unzufriedenheit von Tausenden Menschen zu ignorieren.“
Die Partei erklärt ferner, unter den 1834 Unterzeichnenden befänden sich „sicherlich viele PSD-Wähler“. Den Wahlsieg als bedingungslose Zustimmung zur gegenwärtigen Verwaltung der Konzession auszulegen, sei „eine überhebliche Haltung“.
Kritik an der Wasserverwaltung durch Indaqua
Der BE erklärt, „die überwältigende Mehrheit der Einwohner von Santa Maria da Feira widerspricht zutiefst der Art und Weise, wie Indaqua das Wasser in der Gemeinde verwaltet“. Der kommunalen Führung wirft die Partei Untätigkeit bei einem Problem vor, das nach ihrer Einschätzung Familien und Unternehmen betrifft.
Nun fordert der BE die Präsidentin der Gemeindeversammlung sowie alle in diesem Gremium vertretenen politischen Kräfte auf, die Petition in die Tagesordnung der nächsten Sitzung aufzunehmen. „Die 1834 Einwohner von Santa Maria da Feira, die sie unterzeichnet haben, verdienen es, dass dieses Thema ernsthaft im zuständigen Gremium debattiert und nicht unter den Teppich gekehrt wird“, heißt es.
Gegenüber JN wollte der Bürgermeister von Santa Maria da Feira, Amadeu Albergaria, die vom BE vorgebrachte Kritik und dessen Forderungen nicht kommentieren.
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