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Kraftstoff-Steuereinnahmen: David Amiel meldet Rückgang um 80 Millionen Euro

Mann in Anzug steht an einer Tankstelle mit Preistafel und hält ein Klemmbrett, neben ihm ein Tisch mit Papieren.

Ein Minister hat dies am Montagmorgen bekannt gegeben.

Kraftstoffpreise und gezielte Hilfen

Der Anstieg der Kraftstoffkosten hat die Kaufkraft der Haushalte erheblich belastet. Während der Konflikt im Nahen Osten die Preise für Benzin und Diesel deutlich nach oben getrieben hat, lehnte die französische Regierung eine Senkung der Steuern an der Zapfsäule entschieden ab.

Daher könnte man vermuten, dass die Steuereinnahmen des Staates in diesem Zeitraum stark gestiegen sind und dies ein Gewinn für die öffentlichen Finanzen gewesen ist. Doch genau das sei nicht eingetreten, erläuterte der Minister für öffentliche Haushalte, David Amiel, am Montag, dem 6. Juli, bei RTL.

Der Grund: Die Verbraucher haben ihr Verhalten schlicht angepasst und über mehrere Monate weniger Kraftstoff verbraucht. Gleichzeitig öffnete die Regierung ihre Kasse und stellte Haushalten sowie Unternehmen Hilfen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro bereit.

Dabei handelt es sich um gezielte Unterstützungen. Sie entsprechen einem Betrag, der 50-mal niedriger ist als die Ausgaben der vorherigen Regierung nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022. Der Minister begrüßt diesen Strategiewechsel ausdrücklich.

Präsidentschaftswahl im Blick

Er betont zudem, dass die Steuereinnahmen aus Kraftstoffen „in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 um 80 Millionen Euro gesunken sind“. Dennoch wollen einige Abgeordnete prüfen, ob der Staat aus der Lage nicht doch Vorteile gezogen hat. Wie BFM berichtet, starteten sie Anfang Juni eine kurzfristige Untersuchungsmission.

Unternehmensmargen vor den Haushaltsberatungen

Auch andere Parlamentarier hinterfragen die Margen der Unternehmen. Der von unseren Kollegen zitierte LR-Abgeordnete Antoine Vermorel-Marques äußerte sich im vergangenen Mai dazu wie folgt:

Wenn man die Berichte betrachtet, sieht man, dass die Bruttomargen gestiegen sind. Falls es Profiteure gibt, müssen sie wissen, dass sie im Haushalt 2027 zur Rechenschaft gezogen werden.

Um vor den Haushaltsdebatten genaue Informationen zu erhalten, könnte daher ein Untersuchungsausschuss eingesetzt werden. Mit Blick auf die bevorstehende Präsidentschaftswahl dürften diese Debatten besonders hitzig werden. Da er bei diesem Thema äußerst vorsichtig agiert, wählt der Minister für öffentliche Haushalte zurückhaltende Worte: „Morgen werden wir keine Maßnahmen ankündigen, sondern eine Richtung vorgeben.“

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