Einschränkung der Kerosinversorgung am Flughafen Lajes
Der Flughafen Lajes auf den Azoren unterliegt laut NOTAM A2778/26 mindestens bis zum 23. Mai einer erheblichen Einschränkung bei der Versorgung der zivilen Luftfahrt mit Treibstoff.
Der vorhandene Kraftstoff ist ausschließlich für Notflüge garantiert verfügbar. Zivile Luftfahrzeuge müssen deshalb genug Treibstoff mitführen, um den Weiterflug anzutreten oder zu ihrem Abflugflughafen zurückzukehren.
Lajes ist ein strategisch wichtiger Luftwaffenstützpunkt mit zivilem und militärischem Betrieb. Für ETOPS-Flüge zwischen Europa und Nordamerika dient er als entscheidender technischer Zwischenstopp.
Jet A-1 für die zivile Luftfahrt betroffen
Die Beschränkung betrifft Jet A-1 für den kommerziellen Flugverkehr. Militärische Einsätze werden überwiegend weiterhin mit JP-8 versorgt, einem ähnlichen Treibstoff, dessen Logistik jedoch anders organisiert ist.
Die Behörden haben die Ursache bislang nicht bestätigt. Es besteht jedoch der Verdacht auf eine Verunreinigung des Treibstoffs durch Wasser oder Partikel. Bei Stützpunkten auf Inseln kommt dies häufig vor und erfordert das Entleeren der Tanks sowie Inspektionen, bevor die Betankung wieder aufgenommen werden kann.
Auswirkungen auf Flüge über Lajes
Für Fluggesellschaften, Geschäftsflüge, Frachtmaschinen und Überführungsflüge, die Lajes als technischen Stopp nutzen, sind die Folgen erheblich. Während der Einschränkung müssen sie ihre Treibstoff- und Nutzlastplanung anpassen, damit keine Abhängigkeit vom Flughafen entsteht.
Der Flughafen Lajes ist für seine operative Bedeutung bekannt und war Schauplatz historischer Notfälle. Dazu zählt die Landung des Air-Transat-Flugs 236 im Jahr 2001: Nach einem Treibstoffverlust während des Flugs konnte das Flugzeug im Gleitflug den Stützpunkt erreichen – ein weltweit bekannt gewordener Fall.
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