Das 400-MW-Reaktorprojekt Infinity Two soll die kommerzielle Kernfusion in den 2030er-Jahren auf den Markt bringen
Type One Energy, Tokamak Energy und AECOM haben die Gründung des britischen Konsortiums UK Infinity Fusion Consortium bekannt gegeben. Dieses soll Großbritanniens erstes privat finanziertes Kernfusionskraftwerk entwickeln. Ziel ist eine wirtschaftlich tragfähige Anlage, die auf bereits verfügbaren Technologien basiert und privates Kapital mobilisiert.
Infinity Two: Stellarator mit 400 MW
Im Mittelpunkt der Initiative steht der von Type One Energy entwickelte Stellarator Infinity Two mit einer Leistung von 400 MW. AECOM übernimmt die ingenieurtechnische Umsetzung und die Infrastruktur des Vorhabens. Tokamak Energy steuert Hochtemperatur-Supraleitermagnete sowie britische Fertigungskapazitäten bei.
Für das Projekt soll die britische Lieferkette der Kernfusionsbranche eingebunden werden. Dazu zählen Bauunternehmen, Finanzpartner, künftige Stromabnehmer und lokale Hersteller von Ausrüstung.
Erfahrungen aus dem US-Projekt TVA Infinity Two
Das Konsortium stützt sich zudem auf Erkenntnisse aus dem US-Projekt TVA Infinity Two am Standort Bull Run im Bundesstaat Tennessee. Dort soll ein vergleichbarer Stellarator im Rahmen des amerikanischen Programms zum Ausbau der Kernfusion bis 2034 kommerziell in Betrieb gehen.
Die Projektpartner erklären, UK Infinity Two solle die staatliche britische STEP-Fusion-Initiative durch ein privates Vorhaben ergänzen. Damit soll der Übergang des Landes von der Grundlagenforschung zur kommerziellen Nutzung der Kernfusion schneller erfolgen.
Die britische Regierung bezeichnete das Konsortium als Beleg dafür, dass ihr Förderprogramm für Kernfusion im Umfang von 2,5 Milliarden Pfund den Schritt von einer Forschungsinitiative hin zu konkreten Infrastrukturprojekten macht.
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