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Heliblade: Französische Solardrohne absolviert erfolgreichen ersten Flugtest

Große Drohne fliegt über Ackerland, im Hintergrund vier Personen mit Warnwesten neben Solarpanel und Windfahne.

Vom Vorbild der Natur inspiriert, hat die französische Solardrohne Heliblade ihren allerersten Flugtest erfolgreich absolviert. Damit ist ein entscheidender erster Schritt für dieses revolutionäre Fluggerät getan, das mehrere Monate lang in 20 Kilometern Höhe stationiert bleiben soll.

Das Heliblade-Programm, ein Projekt für eine stratosphärische Solardrohne mit rotierenden Flügeln, hat seine erste konkrete Etappe erreicht. Das Unternehmen X721 bestätigte den Erfolg seiner ersten Mission mit dem Namen M001, die am 24. Juli 2026 in Nouvelle-Aquitaine durchgeführt wurde. Bei dem rund zehnminütigen Test im Freien bestätigte der Demonstrator „Modell 11“ sein Konzept mit einem kontrollierten Flug auf zwei aufeinanderfolgenden Höhenstufen: zunächst in 15, danach in 35 Metern Höhe.

Auch wenn es sich bislang lediglich um einen kleinen Prototypen mit 18 Metern Spannweite und einem Gewicht von weniger als 4 Kilogramm handelt, bestätigt dieser Versuch die grundlegenden Prinzipien des Fluggeräts. „Heute haben die Zentrifugalkräfte eine kleine Schlacht gegen die Schwerkraft gewonnen … Noch vor wenigen Minuten war die Heliblade nur ein Prototyp. An diesem Tag ist sie zu einem Luftfahrzeug geworden, indem sie ihre Fähigkeit zu einem kontrollierten Flug unter Beweis gestellt hat“, erklärte Pierre-Eric Lys, CEO und Chefingenieur von x721, erfreut.

Heliblade-Solardrohne: Funktionsprinzip

Bei der Entwicklung der Heliblade nahmen sich die Ingenieure die Samara zum Vorbild, den geflügelten Ahornsamen, der sich beim Fallen um sich selbst dreht. Dem Projekt liegt ein klares Prinzip zugrunde: Natürliche Kräfte intelligent zu nutzen, um mit weniger Mitteln mehr zu erreichen.

Anders als herkömmliche Drohnen setzt sie auf eine ultraleichte Konstruktion mit rotierenden Flügeln. Ihre Steifigkeit und Stabilität während des Flugs werden somit nicht durch eine schwere Struktur gewährleistet, sondern durch die Zentrifugalkraft ihrer eigenen Bewegung. In der endgültigen Ausführung soll das Fluggerät eine Spannweite von 50 Metern erreichen und weniger als 70 Kilogramm wiegen.

Angetrieben durch Solarenergie und Hochleistungsbatterien wird die Drohne etwa 9 Stunden benötigen, um die Stratosphäre in mehr als 20 Kilometern Höhe zu erreichen. Dort soll sie über mehrere Wochen oder sogar Monate stationär fliegen können und dabei extremen Temperaturen von -40 bis -80 Grad Celsius standhalten.

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Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Die Heliblade kann bis zu 10 Kilogramm Nutzlast transportieren, darunter Kameras, Sensoren oder Telekommunikationsrelais, und ist für zahlreiche Anwendungen vorgesehen. Nicht ohne Grund erfolgte dieser erste Test zugunsten und mit Unterstützung der französischen Luft- und Weltraumstreitkräfte, der Generaldirektion für Rüstung (DGA) und der Agentur für Verteidigungsinnovation (AID). Dank ihres geringen Gewichts lässt sie sich leicht transportieren und innerhalb von weniger als 72 Stunden überall auf der Welt einsetzen; damit fügt sie sich unmittelbar in die französische Strategie für sehr große Höhen ein.

Die Drohne könnte unter anderem Aufklärungsmissionen, elektronische Überwachung sowie die Erkennung strategischer Bewegungen von Truppen oder Raketen übernehmen. Im zivilen Bereich soll sie eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Satelliten bieten, ohne Weltraumschrott zu erzeugen. Sie könnte insbesondere zur schnellen Erkennung von Waldbrandherden, zur Beobachtung großer Naturgebiete oder zur Wiederherstellung der Kommunikation über Regionen eingesetzt werden, die von einer Naturkatastrophe betroffen sind.

x721 strebt erste Flüge in der Stratosphäre bis 2028 und eine Markteinführung im Jahr 2030 an.

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