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B61-13: NNSA schließt Tests und Zertifizierung für 2026 vorzeitig ab

Drei Wissenschaftler in Laborkitteln untersuchen eine geladene militärische Torpedo-Bombe im Labor.
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B61-13: Zertifizierung der eingeschlossenen Baugruppen vorzeitig abgeschlossen

Die neue Bombe B61-13 hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg in das Inventar der United States Air Force (USAF) erreicht: Wie die National Nuclear Security Administration (NNSA) mitteilte, hat sie ihre Tests und Zertifizierungen für das Haushaltsjahr 2026 bestanden. Damit hat die Konstruktion für sämtliche eingeschlossenen Baugruppen bereits das sogenannte „diamond stamping“ durchlaufen. Nach Angaben der Behörde wurde dieser Meilenstein im Y-12 National Security Complex rund drei Monate früher als ursprünglich geplant erreicht. Dies eröffnet die Möglichkeit, die für einen Einsatz von strategischen Bombern erforderliche Zertifizierung schneller abzuschließen.

Bei einer modernen zweistufigen Kernwaffe umfassen die genannten Baugruppen eine Kapsel für die Sekundärstufe sowie weitere versiegelte Komponenten. Diese werden in einem dünnwandigen Metallbehälter aus Edelstahl oder einer Aluminiumlegierung untergebracht. Das „diamond stamping“ bestätigt, dass alle Anforderungen des Zertifizierungsverfahrens der NNSA erfüllt sind. Zusammen mit der Primärstufe bilden diese Elemente das Explosivpaket der Bombe.

Brandon Williams, der derzeitige Leiter der NNSA, erklärte dazu: „Der Fortschritt des B61-13-Programms zeigt die Fähigkeit der Nuclear Security Enterprise, schnell und präzise auf sich wandelnde geopolitische Anforderungen zu reagieren. Die vorzeitige Erfüllung der Referenzziele für 2026 ist ein deutlicher Beleg für Disziplin und operativen Fokus. Dieser Meilenstein unterstützt unmittelbar unsere Ziele zur Modernisierung unserer nuklearen Abschreckungsfähigkeit und vermittelt unseren Gegnern die Botschaft, dass unsere nationale Verteidigung weiterhin agil, sicher und wirksam bleibt.“

Erste B61-13 bereits im Mai 2025 gefertigt

Die USAF hatte bereits die Fertigung der ersten Kernbombe B61-13 in Rekordzeit im Mai 2025 hervorgehoben. Bestätigt wurde diese Neuigkeit vom US-Energieminister Chris Wright während einer Veranstaltung im Pantex Plant. Wie wir bereits berichtet haben, wurde dieses erste Exemplar weniger als zwei Jahre nach der öffentlichen Bekanntgabe des Programms fertiggestellt und damit fast ein Jahr vor dem ursprünglich vorgesehenen Termin. Die NNSA betonte deshalb, dass sich die Konstruktion zu einer der am schnellsten produzierten Kernwaffen seit Jahrzehnten entwickle.

Einsatzprofil und Sprengkraft der B61-13 für die USAF

Laut der offiziellen Mitteilung wurden die neuen B61-13-Bomben, mit denen die USAF ausgerüstet werden soll, speziell entwickelt, um ihre Zerstörungswirkung gegen weitläufige und sogar unterirdisch angelegte Ziele zu erhöhen. Mit der Einführung dieser Bewaffnung dürften die den USA verfügbaren Strategien für nukleare Reaktionen flexibler werden. Insbesondere soll sie das Arsenal der künftigen B-21 Raider-Bomber ergänzen, die eine tragende Säule der amerikanischen Langstreckenangriffsfähigkeit bilden werden.

Analysten von Fachmedien gehen davon aus, dass die neue Kernbombe B61-13 zwischen zwei konfigurierbaren Sprengkraftoptionen wählen kann: einer niedrigen und einer hohen. Die erste Variante soll bei 0,3 bis 1,5 kt liegen, während die zweite deutlich höher ausfällt und einen Bereich von 10 bis 50 kt abdeckt. Dennoch würde das Modell nicht die volle Leistung der B61-7-Bomben erreichen, die es offenbar ersetzen soll. Diese konnten nach derzeit verfügbaren Schätzungen bis zu 360 kt erzielen. Die B61-13 dürfte jedoch bei ihren Sicherheitsmechanismen und ihrer Präzision verbessert worden sein.

Ein weiterer, bereits kurz angesprochener Punkt ist, dass die B61-13 derzeit offenbar ausschließlich für den Abwurf durch die Tarnkappenbomber B-21 Raider vorgesehen ist. Sollte dies zutreffen, hätte dies strategische Folgen für die F-35-Kampfflugzeugflotten der USAF. Die Variante F-35A wurde bereits im März 2024 für den Einsatz mit den Kernbomben B61-12 zertifiziert und stellt damit die wichtigste Möglichkeit dar, über die europäische Verbündete der USA im Rahmen des NATO-Programms Nuclear Sharing ebenfalls Kernwaffen einsetzen können.

Die NNSA hob zudem hervor, dass sie im Januar 2025 ein Programm zur Verlängerung der Nutzungsdauer der B61-12 abgeschlossen habe. Damit soll deren Einsatzbereitschaft im US-Arsenal mittelfristig gewährleistet werden. Darüber hinaus führt die Behörde derzeit sechs Programme zur Modernisierung amerikanischer Kernsprengköpfe durch, darunter die Produktion der B61-13. Diese Programme sollen planmäßig voranschreiten.

Bildnachweis: NNSA

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