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Aircela verwandelt Luft in Benzin: Die Maschine für eigenes Benzin

Junge Wissenschaftlerin manipuliert dampfendes Reagenzglas auf Heizplatte im Labor vor Monitor.

Was wäre, wenn man sein eigenes Benzin herstellen könnte? Genau das verspricht Aircela.

Das New Yorker Start-up Aircela könnte den Automobilmarkt grundlegend verändern. Während die Verkäufe von Elektroautos weltweit stark wachsen und der Umstieg auf elektrische Antriebe immer schneller voranschreitet, bleibt noch viel zu tun. Trotz seiner offensichtlichen Nachteile für den Planeten versorgt Kraftstoff weiterhin mehr als 90 % der Fahrzeuge, und wirklich tragfähige Alternativen sind rar. Der Iran-Krieg hat diese Abhängigkeit durch den massiven Anstieg der Kraftstoffpreise zusätzlich verdeutlicht. Aircela will daran jedoch etwas ändern.

In New York hat das Start-up ein Verfahren entwickelt, das Umgebungsluft in Benzin verwandelt. Tatsächlich: Aircela präsentierte bereits 2025 eine eindrucksvolle Demonstration und zeigte, dass seine Maschine täglich vier Liter Benzin herstellen kann – ohne Erdöl und ohne Umweltverschmutzung. Wer kann das überbieten?

Aircela: Luft in Benzin umwandeln – die kühne Idee des Start-ups

Mit einer etwa kühlschrankgroßen Maschine will Aircela Kraftstoff erzeugen, der chemisch mit dem Benzin an der Tankstelle identisch ist – allerdings umweltfreundlicher.

Vereinfacht erklärt saugt das Gerät die Umgebungsluft durch einen speziellen Filter aus Hydroxid und Kalium. Dabei wird das enthaltene Kohlendioxid eingefangen. Gleichzeitig kann die Maschine Wasserstoff erzeugen, indem sie Wassermoleküle mithilfe eines durch Solarenergie betriebenen Elektrolysesystems aufspaltet. Anschließend werden Kohlendioxid und Wasserstoff in einem internen Reaktor zusammengeführt. Ein Katalysator wandelt die Stoffe zunächst in Methanol und danach in Benzin um.

Benzin von Aircela für alle Verbrennungsmotoren

Das von Aircela produzierte Benzin entspricht nicht nur chemisch dem Kraftstoff an herkömmlichen Tankstellen, sondern ist auch mit sämtlichen Verbrennungsmotoren kompatibel. Änderungen am Fahrzeug sind nicht erforderlich: Jedes Auto kann mit dem Benzin von Aircela betrieben werden. Diese Innovation könnte Autofahrern daher ermöglichen, ihr eigenes Benzin zu erzeugen, unabhängig davon, wo sie sich befinden. Besonders interessant wäre das für Menschen in abgelegenen Regionen.

Bei der Entwicklung dieser bemerkenswerten Maschine stützten sich Eric und Mia Dahlgren auf die Arbeiten des Physikers Klaus Lackner, der als Pionier der direkten CO2-Abscheidung aus der Luft gilt. Ein Vorteil des Aircela-Projekts liegt darin, dass weder die Vertriebsinfrastruktur noch die Fahrzeuge umgestellt werden müssen. Mit dem Gerät lassen sich täglich 4 Liter Benzin produzieren.

Test in Los Angeles und erwarteter Preis

Die Aircela-Maschine wird derzeit in Los Angeles getestet und könnte vieles verändern: Sie würde den Zugang zu CO2-neutralem Kraftstoff ermöglichen, ohne die Gewohnheiten der Verbraucher wesentlich umzustellen. Einen offiziellen Preis gibt es bislang nicht, erwartet wird jedoch ein Betrag zwischen 14.000 und 18.500 Euro. Vor einer Markteinführung sollte man sich natürlich noch nicht zu früh begeistern lassen, doch das Experiment ist inspirierend.

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