In dieser Woche (30. März) begann die Entwicklung mit einem erneuten Anstieg beim Standard-Diesel, allerdings deutlich moderater als in den Vorwochen – um etwa einen Cent je Liter. Damit wurde die anfängliche Erwartung einer leichten Entlastung verfehlt. Beim Standard-Benzin zeigte sich hingegen das prognostizierte Bild: ein sehr kleiner Rückgang von fast einem Cent je Liter.
Aktuelle Entwicklung bei Standard-Diesel und Standard-Benzin
Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels am Montag legte der Standard-Diesel um 0,011 Cent je Liter zu, wodurch sich der Durchschnittspreis auf 2,075 Euro je Liter einpendelt. So hoch war der Dieselpreis zuletzt im Juni 2022. Der Standard-Benzinpreis sank zugleich um 0,009 Cent je Liter; der Durchschnitt liegt damit bei 1,920 Euro je Liter.
Seit Beginn des Konflikts: deutliche Aufschläge
Rechnet man vom Start des Konflikts im Iran bis zum vergangenen Freitag zusammen, ist der Standard-Diesel bereits um 42,9 Cent je Liter teurer geworden; beim Standard-Benzin beträgt der Zuwachs 22,7 Cent je Liter (jeweils unter Berücksichtigung der bereits geltenden Rabatte).
Preis
Kraftstoffpreise weiter über 2 Euro bei den grossen Anbietern
Die Kraftstoffpreise bleiben bei den drei wichtigsten Tankstellenketten über der Marke von zwei Euro je Liter – sowohl beim Standard-Diesel als auch beim Standard-Benzin.
Datengrundlage: DGEG und Durchschnittswerte
Als Grundlage zur Berechnung der Kraftstoffpreise dienen – wie üblich – die von der Generaldirektion für Energie und Geologie (DGEG) veröffentlichten Daten. In diesem Fall beziehen sie sich auf den vergangenen Freitag, den 27. März.
Die von der DGEG ausgewiesenen Werte enthalten bereits die von den Tankstellenbetreibern gewährten Rabatte sowie die aktuell geltenden staatlichen Massnahmen. Wichtig ist jedoch: Es handelt sich dabei nur um Durchschnitts- und Orientierungswerte; die tatsächlichen Preise an einzelnen Tankstellen können abweichen.
Worum geht es?
Der Anstieg der Kraftstoffpreise in Portugal und in Europa hängt unmittelbar mit der zunehmenden Spannung im Nahen Osten zusammen, die zur Schliessung der Strasse von Ormuz führte – einer der zentralen Routen für den Transport von Öl aus dem Persischen Golf. Etwa 20% des weltweiten Rohölhandels läuft über diese Passage.
Die Reaktion der Märkte folgte umgehend: Brent, die Referenzsorte für Europa, lag vor Beginn des Konflikts bei 72 Dollar und zog in den vergangenen Tagen wieder an; zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels stand der Preis bei 107 Dollar.
Ausgelöst wurde der Konflikt zu Monatsbeginn, als Israel und die USA Angriffe gegen den Iran flogen – nach eigener Darstellung, um unmittelbar bevorstehende Bedrohungen zu neutralisieren. Als Antwort griff Teheran US-Stützpunkte und israelische Ziele in der Region mit Raketen und Drohnen an, was die Instabilität weiter verschärfte.
Die aktuell geltenden Massnahmen der Regierung
Nachdem Branchenschätzungen historische Preissprünge bei Kraftstoffen angekündigt hatten, weitete die Regierung den ausserordentlichen Nachlass auf den ISP (Imposto sobre Produtos Petrolíferos e Energéticos) aus. In dieser Woche soll der Kraftstoffpreis einen gesamten Abschlag von 9,4 Cent je Liter beim Standard-Diesel und 5,1 Cent je Liter beim Standard-Benzin enthalten (kumuliert seit Beginn des Konflikts).
Diese ausserordentliche ISP-Entlastung kommt zusätzlich zu der seit 2022 bestehenden Regelung, die den Preisdruck nach der Invasion der Ukraine durch Russland abfedern sollte. Dabei wurde die Steuer auf Benzin und Diesel teilweise gesenkt; der Mechanismus ist fortlaufend angepasst worden, orientiert an der jeweiligen Preisentwicklung.
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