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Kraftstoffpreise steigen: Luís Montenegro reagiert mit Maßnahmen wegen Iran-Konflikt

Lächelnder Mann in Warnweste tankt Lkw an einer Tankstelle und zeigt Beleg in die Kamera.

In den vergangenen Wochen sind die Kraftstoffpreise deutlich gestiegen – ausgelöst durch den Konflikt im Iran. Vor diesem Hintergrund hat Ministerpräsident Luís Montenegro ein Paket an Maßnahmen angekündigt, das die Folgen für die Wirtschaft abfedern soll.

Seit Beginn des Konflikts im Iran verteuerte sich Diesel (Standard) bereits um 28 Cent pro Liter, Benzin (Standard) um 14,4 Cent pro Liter. Stand gestern, 18. März, lag der durchschnittliche Preis für Diesel (Standard) bei 1,926 Euro pro Liter, während Benzin (Standard) im Mittel 1,856 Euro pro Liter erreichte.

Angesichts dieser Entwicklung will die Regierung einen zusätzlichen Unterstützungsmechanismus für Berufsdiesel auf den Weg bringen und zugleich die befristeten, außerordentlichen Entlastungen beim Kraftstoffpreis fortführen.

Angekündigte Sofortmaßnahmen von Luís Montenegro

Zusätzliche Entlastung für Berufsdiesel im Transport

Für Unternehmen soll ein außerordentlicher Mechanismus für Berufsdiesel eingeführt werden, der sich an den Personen- und Gütertransport richtet. Vorgesehen ist eine zusätzliche Erstattung von 10 Cent pro Liter – bis zu einer Obergrenze von 15.000 Litern je Fahrzeug – und zwar für die Dauer von drei Monaten.

Höhere Unterstützung bei der solidarischen Gasflasche

Außerdem kündigte die Regierung an, die Beihilfe für die solidarische Gasflasche ebenfalls für drei Monate auf 25 Euro anzuheben.

Parallel dazu findet heute, Donnerstag, der Ministerrat statt. Dort sollen weitere Schritte beschlossen werden, darunter die Begrenzung von Preisen im Kontext einer Energiekrise sowie Maßnahmen zum Schutz vulnerabler Verbraucher, um eine Mindestversorgung sicherzustellen. Nach Darstellung der Regierung handelt es sich um Lösungen, die „bereits vorbereitet“ seien und nun auf die aktuelle Lage angewendet würden.

Gleichzeitig mahnte Luís Montenegro zur Zurückhaltung: „Wir dürfen nicht auf Vorsicht verzichten und der Versuchung erliegen, es immer allen mit untragbaren Maßnahmen recht machen zu wollen.“ Sollten die Auswirkungen länger anhalten, sagte er zu, die Regierung werde „die Antworten des Staates im nötigen Maß aktualisieren“.

Die geltenden Regierungsmaßnahmen

Nachdem Prognosen der Branche historische Preissprünge bei Kraftstoffen in Aussicht gestellt hatten, verstärkte die Regierung den außerordentlichen Abschlag auf den ISP (Imposto sobre Produtos Petrolíferos e Energéticos). Zu Beginn dieser Woche belief sich der gesamte Rabatt auf 6,1 Cent pro Liter bei Diesel (Standard) und 3,3 Cent pro Liter bei Benzin (Standard) – mit der Möglichkeit, dass er in der kommenden Woche ansteigt.

Diese außerordentliche ISP-Reduktion kommt zusätzlich zu der seit 2022 bestehenden Entlastung, die den Preisschub nach der russischen Invasion in der Ukraine dämpfen sollte. Der Mechanismus senkt den auf Benzin und Diesel erhobenen Steueranteil teilweise und wurde schrittweise angepasst, um der Preisentwicklung zu folgen.

Worum geht es?

Der Anstieg der Kraftstoffpreise in Portugal und in Europa hängt unmittelbar mit der Zuspitzung der Lage im Nahen Osten zusammen. Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran wurde die Straße von Hormus geschlossen – eine der wichtigsten Routen für den Abtransport von Öl aus dem Persischen Golf. Rund 20% des weltweiten Rohölhandels passieren diese Passage.

Die Folgen sind weiter an den Märkten zu sehen: Der Brent-Preis, der in Europa als Referenz gilt, stieg von rund 72 US-Dollar je Barrel vor der Offensive auf mehr als 116 US-Dollar (Stand: Veröffentlichung dieses Artikels).

Sollte sich die Lage im Verlauf der Woche nicht ändern, ist zu erwarten, dass die Kraftstoffpreise weiter steigen oder auf diesem hohen Niveau bleiben.


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