Aktuelle Kraftstoffpreise in Portugal am 23. März
Wie bereits zum Ende der vergangenen Woche erwartet, startet diese Woche (23. März) laut Branchenquellen mit einem erneuten, kräftigen Sprung bei den Kraftstoffpreisen – besonders stark fällt der Anstieg beim Standarddiesel aus.
Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am Montag verteuerte sich Standarddiesel um 11 Cent pro Liter, wodurch der Durchschnittspreis bei 2,037 Euro pro Liter liegt – ein historischer Höchststand. So teuer war Diesel zuletzt im Juni 2022. Standardbenzin legte ebenfalls zu: plus 6,1 Cent pro Liter, der Durchschnittspreis beträgt damit 1,918 Euro pro Liter.
Rechnet man die Entwicklung seit Beginn des Konflikts im Iran bis zum vergangenen Freitag zusammen, ergibt sich (unter Berücksichtigung der bereits geltenden Rabatte) ein Plus von 29,2 Cent pro Liter beim Standarddiesel und von 15 Cent pro Liter beim Standardbenzin.
Preisaufschläge bei Galp, BP und Repsol
Ein Blick auf die grossen Tankstellenketten zeigt beim Diesel deutliche Unterschiede: Galp führt die Erhöhungen mit einem Aufschlag von 14,2 Cent pro Liter an, während BP den Preis um 14 Cent pro Liter anhob. Bei Repsol betrug der Zuwachs beim Standarddiesel 12,5 Cent pro Liter.
Beim Benzin verlief die Anpassung gleichmässiger: Sie bewegte sich zwischen sieben Cent (BP und Galp) und acht Cent (Repsol).
Damit ist die Marke von zwei Euro pro Liter bei den drei wichtigsten Anbietern sowohl beim Standarddiesel als auch beim Standardbenzin bereits überschritten.
Datenbasis: DGEG und Hinweis zu Durchschnittswerten
Grundlage für die Berechnung der Kraftstoffpreise sind – wie üblich – die von der Direção-Geral de Energia e Geologia (DGEG) veröffentlichten Daten. In diesem Fall beziehen sie sich auf Freitag, den 20. März.
Die von der DGEG ausgewiesenen Werte berücksichtigen sowohl die Rabatte der Tankstellenbetreiber als auch die derzeit geltenden staatlichen Massnahmen. Gleichzeitig gilt: Es handelt sich um durchschnittliche, orientierende Angaben, die von den tatsächlich an den Zapfsäulen ausgewiesenen Preisen abweichen können.
Worum geht es?
Der Preisanstieg bei Kraftstoffen in Portugal und in Europa hängt unmittelbar mit der Zuspitzung der Lage im Nahen Osten zusammen. Diese Entwicklung führte zur Schliessung der Strasse von Hormus, einer der wichtigsten Routen für den Öltransport aus dem Persischen Golf. Rund 20% des weltweiten Rohölhandels passieren diesen Korridor.
Die Folgen zeigten sich umgehend an den Märkten: Brent, die Referenzsorte für Europa, lag vor Beginn des Konflikts bei 72 Dollar und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels bei etwa 100 Dollar. Dabei ist zu beachten, dass Brent in dieser Woche zunächst mit einem Rückgang von mehr als acht Dollar in den Handel startete.
Ausgelöst wurde der Konflikt zu Monatsbeginn, als Israel und die USA Angriffe auf den Iran flogen und dies mit dem Ziel begründeten, unmittelbare Bedrohungen auszuschalten. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte sowie israelische Ziele in der Region, wodurch die Instabilität weiter zunahm.
Aktuelle Regierungsmaßnahmen
Nach Branchenprognosen, die historische Preissteigerungen bei Kraftstoffen in Aussicht gestellt hatten, weitete die Regierung den ausserordentlichen Nachlass auf den ISP (Imposto sobre Produtos Petrolíferos e Energéticos) aus. Damit beläuft sich der gesamte Steuerrabatt in dieser Woche – kumuliert seit Beginn des Konflikts – auf 9,3 Cent pro Liter beim Standarddiesel und auf 4,7 Cent pro Liter beim Standardbenzin.
Diese ausserordentliche ISP-Reduktion kommt zusätzlich zu dem seit 2022 bestehenden Mechanismus, der die Folgen steigender Kraftstoffpreise nach der Invasion der Ukraine durch Russland abfedern soll. Dabei wurde die Steuerlast auf Benzin und Diesel teilweise gesenkt; die Anpassung erfolgt schrittweise und orientiert sich an der jeweiligen Preisentwicklung.
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