Zum Inhalt springen

Ukrainische Angriffe verschärfen Benzinschmuggel von Kasachstan nach Russland

Mann lädt gelbe Kanister aus Auto auf einem Feldweg, im Hintergrund Industrieanlage mit rauchenden Schornsteinen.

Die anhaltenden ukrainischen Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur, die bereits eine Treibstoffknappheit ausgelöst haben, treffen inzwischen auch das Nachbarland Kasachstan. Russen schmuggeln von dort Benzin über die Grenze.

Nach Angaben des kasachischen Innenministers Yerzhan Sadenov wurden in diesem Jahr 593 Versuche verhindert, Mineralölprodukte illegal auszuführen. Dabei ging es um insgesamt mehr als 40.000 Liter.

Die Behörden überwachen zudem Tankstellen, deren Absatzvolumen auf als ungewöhnlich eingestufte Werte gestiegen ist.

Treibstoffknappheit in Russland fördert Benzinschmuggel

Infolge der durch ukrainische Angriffe verursachten Treibstoffknappheit in Russland überqueren russische Bürger die Grenze nach Kasachstan, um dort zu tanken. Teilweise füllen sie auch Behälter, um Benzin zu schmuggeln.

Kasachische Behörden mussten ihre Überwachung verstärken und zusätzliche Ressourcen für Zollkontrollen einsetzen, erklärte der stellvertretende kasachische Finanzminister Yerzhan Birzhanov.

In den vergangenen Tagen seien 61 Schmuggelversuche mit mehr als drei Tonnen Waren registriert worden, fügte er hinzu.

Angriffe auf russische Raffinerien belasten Kasachstan

Die Angriffe auf russische Raffinerien, die in den vergangenen Wochen die Regionen Jaroslawl, Nischni Nowgorod und Saratow trafen, beeinträchtigen auch den Warenfluss kasachischer Produkte nach Russland.

Diese Entwicklung führte in Astana zu einer dringlichen Regierungssitzung. Thema war die Gefahr einer Knappheit an Mineralölprodukten vor Beginn der Weizenerntezeit, denn Weizen zählt zu den wichtigsten Exportgütern der zentralasiatischen Republik.

Die Ukraine führt fortlaufend Angriffe auf das russische Hinterland aus, die sich vor allem gegen Raffinerien und Öldepots richten. Dies hat bereits zu einer schweren Treibstoffknappheit geführt, woraufhin die russischen Behörden den Verkauf von Benzin und Diesel eingeschränkt haben.

Laut dem unabhängigen russischen Nachrichtenportal Meduza haben mindestens 20 russische Regionen den Treibstoffverkauf offiziell begrenzt. In mehr als doppelt so vielen Orten sollen jedoch inoffizielle Einschränkungen gelten.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen