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Costa da Caparica: Menschenkette gegen Wassermangel

Menschen stehen am Strand in einer Menschenkette, ein Kind hält ein Schild mit einem blauen Wassertropfen.

Für diesen Mittwoch ist in Costa da Caparica eine Menschenkette geplant, mit der die Stadtverwaltung auf die anhaltenden Probleme mit der Wasserversorgung aufmerksam gemacht werden soll. Zwar seien die Anwohner an Ausfälle gewöhnt, doch in diesem Jahr handle es sich um „ein völliges Desaster“. „Jeden Tag wachen die Bewohner auf und prüfen als Erstes, ob sie Wasser haben“, berichtet Sandra Simões, eine der Organisatorinnen des Protests.

Die Menschenkette beginnt um 19.45 Uhr im Zentrum von Costa da Caparica. „Wir werden Weiß und Schwarz tragen. Wir wollen, dass die Stadtverwaltung ihre Vorgehensweise beim Wassermanagement überdenkt, denn die Bevölkerung ist mit den bisherigen Ereignissen unzufrieden“, erklärt Sandra Simões. Die Idee sei nach zahlreichen Beschwerden entstanden, die sie in einer Gruppe wahrgenommen habe, deren Administratorin sie ist.

Wiederkehrendes Problem

Nach Angaben der Anwohnerin ist der Wassermangel ein wiederkehrendes Thema. „In den vergangenen Jahren wurde die Bevölkerung jedoch gewarnt, damit sie vorsorgen und Kanister kaufen konnte – das passiert jetzt nicht mehr.“ Sandra Simões beklagt: „Wir erleben ein völliges Desaster, die Menschen stehen auf und schauen nach, ob Wasser aus dem Hahn kommt.“ Die Ausfälle beeinträchtigten zudem den Betrieb von Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen. „Mitten im Waschgang ist das Wasser weg.“

Menschenkette in Costa da Caparica

Im Mittelpunkt der Aktion steht der Kreisverkehr an der Einfahrt nach Costa da Caparica. Von dort soll sich die Menschenkette entlang der drei abgehenden Verkehrsachsen erstrecken: Avenida Afonso de Albuquerque, Avenida Aresta Branco und Avenida 1.° de Maio.

Am Montag übergab eine Bürgerbewegung der Stadtverwaltung sowie den kommunalen Wasser- und Abwasserdiensten von Almada (SMAS) ein Schreiben zu diesem Thema. Am vergangenen Wochenende hatten die SMAS die Bevölkerung wegen Wasserunterbrechungen infolge von Rohrbrüchen gewarnt.

Im vergangenen Jahr untersuchten die kommunalen Dienste die Gründe für den Wassermangel in den Reservoirs, welche den östlichen Teil von Almada versorgen. Dabei wurde festgestellt, dass illegale Anschlüsse im Viertel Penajoia zusätzlichen Druck auf die Versorgung ausübten und dadurch Costa da Caparica beeinträchtigten. Daraufhin wurde beschlossen, dort die Wasserversorgung zu unterbrechen.

JN fragte bei der Stadtverwaltung nach, ob die Wasserprobleme in Costa da Caparica weiterhin durch illegale Anschlüsse verursacht werden und welche Maßnahmen geplant sind. Eine Antwort ging jedoch nicht rechtzeitig ein.

Krisenstab eingerichtet

Wegen der Störungen in der Wasserversorgung der Gemeinde wurde der Notfallplan der SMAS Almada aktiviert und ein Krisenstab eingerichtet. Das teilte Vizebürgermeister Filipe Pacheco am Montag während der Sitzung der Stadtregierung mit.

Der Krisenstab soll täglich die bereits umgesetzten sowie die noch vorgesehenen Maßnahmen bewerten. Dazu gehört unter anderem, den Wasserdruck im gesamten Gemeindegebiet zwischen Mitternacht und 6 Uhr zu senken.

Zu den weiteren vorgesehenen Maßnahmen zählen der Einsatz von Tankwagen in kritischen Gebieten sowie verstärkte Kontrollen in Zonen mit einem „anormalen Anstieg des Wasserverbrauchs“.

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