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Kraftstoffpreise: Diesel und Benzin sinken am 22. Juni deutlich

Mann tankt Auto an Zapfsäule, Smartphone mit App steckt statt Zapfpistole im Tankstutzen bei Sonnenuntergang.

Nachdem die USA und Iran ein Memorandum unterzeichnet haben, das die Wiederöffnung der Straße von Hormus ermöglichte, reagierte der Ölpreis umgehend: Der Preis je Barrel fiel unter 80 US-Dollar. Bereits in der kommenden Woche dürfte sich das deutlich auf die Kraftstoffpreise auswirken.

Kraftstoffpreise für Diesel und Benzin ab 22. Juni

Am kommenden Montag, dem 22. Juni, soll der Preis für Standarddiesel nach Angaben aus der Branche um 12 Cent je Liter sinken. Für Standardbenzin wird ein Rückgang um sechs Cent erwartet. Der durchschnittliche Preis für Standarddiesel könnte damit auf 1,735 €/l fallen. Standardbenzin dürfte hingegen bei 1,858 Euro je Liter liegen.

Trotz der erwarteten Preissenkung liegen die Werte weiterhin über dem Niveau vor Beginn des Konflikts. Am 6. März 2026 kostete Standarddiesel im Durchschnitt 1,635 Euro je Liter, Standardbenzin 1,705 Euro je Liter.

Die Berechnung der Kraftstoffpreise stützt sich auf die von der Generaldirektion für Energie und Geologie (DGEG) veröffentlichten Daten, in diesem Fall auf die Werte vom vergangenen Donnerstag, dem 18. Juni. In den DGEG-Angaben sind sowohl die Rabatte der Tankstellen als auch die derzeit geltenden staatlichen Maßnahmen bereits berücksichtigt.

Die genannten Beträge entsprechen jedoch nicht zwingend den Preisen an den Zapfsäulen. Es handelt sich lediglich um durchschnittliche Orientierungswerte, denn die Händler können ihre Preise weiterhin nach ihrer eigenen Strategie festlegen.

Geltende staatliche Maßnahmen

Seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten und dem daraus folgenden Anstieg der Kraftstoffpreise hat die Regierung den außerordentlichen Nachlass auf die ISP, die Steuer auf Erdöl- und Energieprodukte, ausgeweitet.

Angesichts des zu Wochenbeginn verzeichneten Preisrückgangs verringerte die Regierung den geltenden Nachlass für Standarddiesel auf 4,34 Cent. Der für Standardbenzin geltende Betrag wurde auf 4,12 Cent je Liter gesenkt.

Die neue Verordnung für die kommende Woche wurde zwar noch nicht veröffentlicht. Es wird jedoch erwartet, dass der mit dem Konflikt im Nahen Osten verbundene Nachlass vollständig entfällt. Dadurch könnte der prognostizierte starke Preisrückgang erheblich abgeschwächt werden. Diese außergewöhnliche Maßnahme war ohnehin nur bis zum Ende dieses Monats vorgesehen.

Der außerordentliche ISP-Nachlass ergänzt die bereits seit 2022 bestehende Entlastung, die die Auswirkungen steigender Kraftstoffpreise nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine abfedern soll. Dieser Mechanismus verringerte die Steuer auf Benzin und Diesel teilweise und wurde seither schrittweise an die Preisentwicklung angepasst.

Ölmarkt und Straße von Hormus

Der Anstieg der Kraftstoffpreise in Portugal und Europa hängt unmittelbar mit dem Konflikt im Nahen Osten zusammen. Dieser führte zur Schließung der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Transportwege für Erdöl aus dem Persischen Golf. Rund 20 % des weltweiten Rohölhandels werden über diese Route abgewickelt.

Der Ölmarkt war in den vergangenen Tagen von extremer Volatilität geprägt. Vor Beginn des Konflikts lag ein Barrel Brent, der Referenzsorte für die europäischen Märkte, bei 72 US-Dollar. Mit der Eskalation der Kampfhandlungen stieg der Preis zeitweise auf mehr als 110 US-Dollar.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels kostete ein Barrel 79 US-Dollar, während sich eine Vereinbarung zwischen den USA und Iran abzeichnete.

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