Nächtliche Wasserabschaltungen in Almada
In einer gemeinsamen Mitteilung auf den offiziellen Facebook-Seiten der Stadtverwaltung Almada und der kommunalen Wasser- und Abwasserdienste SMAS Almada wird präzisiert, dass die „vollständige Unterbrechung der Wasserversorgung“ die Ortsteile Feijó, Laranjeiro, Vale Flores, Barrocas, Cova da Piedade und Chegadinho betrifft.
„Die Wiederherstellung der Versorgung erfolgt schrittweise. Daher kann das Wasser innerhalb der betroffenen Gebiete zu unterschiedlichen Zeitpunkten wieder aus dem Hahn kommen“, teilte die Stadtverwaltung im Distrikt Setúbal mit.
In der Nacht zum Donnerstag fanden nächtliche Wasserabschaltungen in Trafaria, Raposeira, Corvina, Fonte Santa, Banática und Porto Brandão statt. Bereits in der Nacht zum Mittwoch waren Charneca da Caparica, Aroeira, Marisol, Fonte da Telha, Palhais, Lazarim, Botequim, Vila Nova da Caparica, Capuchos, Pilotos, Funchalinho, Vale Rosal, Vale Cavala, Quintinhas und Quinta de Santa Teresa betroffen.
In den vergangenen Tagen wurden wiederholt Störungen bei der Wasserversorgung gemeldet, insbesondere in Costa da Caparica. Die kommunalen Wasser- und Abwasserdienste SMAS Almada aktivierten deshalb am Montag ihren Notfallplan und richteten einen Krisenstab ein.
Alarmzustand und Einschränkungen beim Wasserverbrauch
Unterdessen verhängte die Bürgermeisterin von Almada, Inês de Medeiros (PS), am Mittwoch den Alarmzustand für die Gemeinde.
„Solange der Alarmzustand gilt, werden Beschränkungen des Wasserverbrauchs umgesetzt, um diese unverzichtbare Ressource für die häusliche Versorgung und die für die Bevölkerung notwendigen Dienstleistungen zu sichern“, erklärte sie.
Zu den Maßnahmen zählen vollständige Unterbrechungen der Wasserversorgung in bestimmten Teilen der Gemeinde zwischen 22:00 und 06:00 Uhr. Außerdem sind sämtliche Nutzungen von Wasser aus dem öffentlichen Netz untersagt, die weder häuslich noch unverzichtbar sind. Dazu gehören insbesondere die Bewässerung öffentlicher und privater Gärten sowie von Golfplätzen, das Waschen von Fahrzeugen, das Befüllen von Swimmingpools, der Betrieb von Duschen und Fußwaschanlagen in Badegebieten, der Betrieb von Zierbrunnen, künstlichen Seen und anderen dekorativen Wasserelementen sowie die Reinigung von Außenflächen, Höfen, Wänden und Dächern.
Ab Samstag wird der Zugang zu mehreren kommunalen Sporteinrichtungen in Almada eingeschränkt. Die Veranstaltungen Trafaria Com Prova, die von heute bis Sonntag stattfinden sollte, sowie Solar Com Vida, die für Samstag in Sobreda vorgesehen war, wurden wegen des Alarmzustands verschoben.
Nach Angaben der Stadtverwaltung ist die Lage in Almada außergewöhnlich. Ursache sei ein sehr deutlicher Anstieg des Wasserverbrauchs, der das Versorgungssystem beispiellos stark belastet habe.
Versorgung kritischer Einrichtungen und neue Wasserentnahme
Die Stadtverwaltung Almada und die SMAS versichern jedoch die Versorgung wesentlicher Einrichtungen und Dienste, darunter Krankenhäuser, Gesundheitszentren, Pflegeheime, Feuerwehr und weitere kritische Infrastruktur. Wo erforderlich, sollen alternative Versorgungsmöglichkeiten einschließlich Tankwagen bereitgestellt werden. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden und weiteren zuständigen Stellen verstärkt, um sämtliche verfügbaren Kapazitäten für die Bewältigung der Situation sicherzustellen.
Am Donnerstag trafen sich außerdem die Umweltministerin und die Bürgermeisterin von Almada. An der Sitzung nahmen auch die Präsidenten der Portugiesischen Umweltagentur, von Águas de Portugal, EPAL und SMAS Almada teil.
Nach dem Treffen versicherte die Ministerin, dass bis zum Ende des Wochenendes ein neuer Brunnen zur Wasserentnahme in Betrieb gehen werde. Dadurch erhöhe sich die Kapazität des Systems um rund 20 %. Die derzeitigen Einschränkungen bei der Wasserversorgung in Almada sollten innerhalb von zwei bis drei Wochen behoben sein.
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