Von einer Erhöhung zur nächsten: Wochen, in denen wir über sinkende Kraftstoffpreise berichten können, werden immer seltener. Auch diese Woche bringt erneut ausschliesslich Preissteigerungen.
Während sich der Preis für bleifreies Super 95 je getanktem Liter um 0,5 Cent erhöht hat, steht Diesel mit einem Aufschlag von sechs Cent pro Liter besonders im Fokus. Dies ist weiterhin der am häufigsten genutzte Kraftstoff im Land.
Zu Wochenbeginn liegt der Dieselpreis damit bei 1,812 €/l, während Super 95 nun 1,864 €/l kostet.
Dabei handelt es sich lediglich um die durchschnittlichen Richtpreise der Branche, die von der DGEG (Generaldirektion für Energie und Geologie) veröffentlicht werden. Die Angaben berücksichtigen bereits die von Mineralölgesellschaften gewährten Rabatte sowie die derzeit geltenden steuerlichen Massnahmen, entsprechen jedoch nicht zwingend den Preisen an den Tankstellen.
Kraftstoffpreise an den Tankstellen
An den Zapfsäulen bewegen sich die Erhöhungen weitgehend in der angekündigten Grössenordnung. Bei BP stieg der Dieselpreis beispielsweise um sechs Cent, bei Repsol betrug die Anhebung 5,5 Cent. Auch Galp erhöhte den Dieselpreis um 5,5 Cent; zudem wurde dort auch Benzin teurer, und zwar um 0,5 Cent.
Ausserdem sollte nicht vergessen werden, dass die Mineralölgesellschaften ihre Preise grundsätzlich selbst festlegen können. Je nach geografischer Lage können die Kraftstoffpreise daher ebenfalls unterschiedlich ausfallen.
Regierung „beobachtet“ die Entwicklung
Angesichts der zahlreichen Preissteigerungen der vergangenen Zeit hat die Regierung bereits zugesichert, die Kraftstoffpreise zu überwachen. Falls dies „unbedingt notwendig“ werde, bestehe eine „Bereitschaft, zum Schutz der Familien zu handeln“.
Nach Angaben von Finanzminister Fernando Medina „bewerten wir die Lage und müssen bewerten, was aus Sicht der Preisentwicklung passieren wird: ob wir uns auf einem aussergewöhnlichen, vorübergehenden Höchststand befinden, der anschliessend wieder zurückgeht, oder ob dies nicht der Fall ist“.
Medina ergänzt: „Als die Preise in den vergangenen Wochen deutlicher zu steigen begannen, wurde der Prozess zur Anhebung der CO2-Abgabe unterbrochen, weshalb es keine Erhöhung der Steuerbelastung gibt.“
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