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Steinadler in Windparks: Warum Turbinen zur Gefahr werden

Greifvogel fliegt vor einem Offshore-Windpark mit mehreren Windturbinen und einem Schiff auf dem Meer.

Trotz ihres außergewöhnlich scharfen Sehvermögens ist die Steinadlerin beim Überfliegen von Windparks erheblichen Gefahren ausgesetzt. Aktuelle Studien zeigen, dass die Anatomie ihrer Augen unerwartete Einschränkungen verursacht und dadurch bei der Jagd das Risiko von Unfällen mit Turbinen erhöht.

Wie beeinflusst die Anatomie des Steinadlers sein Sehvermögen?

Die Art Aquila chrysaetos weist direkt über den Augen eine auffällige Ausprägung der Gesichtsstruktur auf. Dieses Merkmal schützt das Sehsystem zwar vor der Blendwirkung intensiven Sonnenlichts, erzeugt jedoch im oberen Bereich ihres Sichtfelds einen deutlichen blinden Punkt.

Diese biologische Anpassung wird zum Problem, sobald der Vogel seinen Kopf neigt, um bei der Nahrungssuche den Boden zu beobachten. In dieser Suchhaltung richtet sich die Sichtbehinderung nach vorn und verhindert, dass große Hindernisse auf der Flugbahn rechtzeitig erkannt werden.

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Warum erhöhen Jagdflüge das Unfallrisiko?

Bei ihren Suchflügen nach Beute in Regionen des westlichen Nordamerikas, etwa im Bundesstaat Wyoming, richten die Vögel ihre Aufmerksamkeit auf den Boden. Die Vorbereitung eines Angriffs bei geringer Geschwindigkeit verlangt volle Konzentration auf das Gelände und kleinste Bewegungen.

Die Verbindung aus Kopfneigung und Flug in mittlerer Höhe führt dazu, dass der Vogel die herannahenden Rotorblätter nicht wahrnimmt. Weil er die Anlage nicht bemerkt, setzt er seine Flugbahn fort, bis es zur Kollision kommt.

Im folgenden Video des USGS-Kanals auf YouTube werden die in diesem Thema behandelten Punkte vertieft:

Welche wissenschaftlichen Lösungen werden für das Problem erprobt?

Forschende des USGS untersuchen verschiedene sensorische Reize, die die Vögel warnen sollen, bevor sie den Gefahrenbereich erreichen. Versuche mit blauen und orangefarbenen LED-Leuchten zeigten bei visuellen Verhaltensstudien, dass sie die Aufmerksamkeit der Adler auf sich ziehen können.

Neben Lichtsignalen prüfen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler komplexe akustische Signale, die so entwickelt wurden, dass sie nicht durch Windgeräusche überdeckt werden. Diese Technologien sollen wirksame Warnungen aussenden, ohne bei den durch die Forschung geschützten Tieren eine übermäßige Gewöhnung hervorzurufen.

Schutz der Wildtiere

Minderungsmaßnahmen

Maßnahmen zum Schutz der Art in Windenergiegebieten:

  1. Entwicklung gezielter visueller Systeme mit LED-Leuchten;
  2. Aussendung akustischer Signale, die gegen Windgeräusche ausgelegt sind;
  3. Automatisches Anhalten von Turbinen, wenn sich ein Vogel nähert.

Wie kann automatisierte Überwachung Todesfälle verringern?

Anlagen wie die Top of the World Windpower Facility setzen intelligente Systeme ein, die auf hochpräzisen Kameras beruhen. Moderne Geräte können große Vögel aus mehreren Kilometern Entfernung erkennen und die Flugbahn ihres Flugs bestimmen.

Ermittelt das System, dass ein Steinadler den Bereich der Rotorblätter kreuzen könnte, wird der Betrieb des Generators automatisch verlangsamt. Diese präventive Abschalttechnik hat die Unfallrate deutlich gesenkt und schützt die Fauna im Gebiet der Energieerzeugung.

Die Einführung dieser technologischen Überwachung bringt vor allem folgende Vorteile:

  • Deutliche Verringerung der Todesrate von Greifvögeln in Windparks;
  • Weniger unnötige Stillstände an Anlagen zur Stromerzeugung;
  • Nachhaltige Verbindung von Umweltschutz und sauberer Energieproduktion.

Wie sieht die Zukunft des Zusammenlebens von Windparks und Vögeln aus?

Mit dem wachsenden Wissen über die sensorischen Gewohnheiten von Greifvögeln lassen sich wesentlich sicherere Windenergieprojekte entwickeln. Die Verknüpfung von Biologie und Ingenieurwesen stellt sicher, dass neue Anlagen an Standorten mit geringeren Auswirkungen auf die Populationen errichtet werden.

Das Zusammenspiel von Biodiversitätsschutz und dem Ausbau erneuerbarer Energien hängt von der kontinuierlichen Weiterentwicklung wissenschaftlicher Forschung ab. Der Schutz des Steinadlers erhält das ökologische Gleichgewicht, ohne den Übergang zu wirklich nachhaltigen Energiesystemen zu beeinträchtigen.

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