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OSINT: Südkorea startet 2028 den Bau der nuklearen KSS-III Batch-III-U-Boote

Sechs Arbeiter mit Schutzhelmen prüfen Pläne vor einem großen schwarzen U-Boot im Hafen bei Tageslicht.

OSINT-Hinweise und geplanter Baubeginn 2028 für KSS-III Batch-III

Nach jüngst veröffentlichten Angaben aus dem Bereich Fuentes Abiertas de Información (OSINT) soll die Marine der Republik Korea (Südkorea) im Jahr 2028 mit dem Bau des ersten neuen nuklear angetriebenen U-Boots KSS-III Batch-III beginnen. Damit würde ein markanter Schritt vollzogen: weg vom nationalen Fokus auf konventionelle U-Boote hin zu Einheiten, deren Antrieb auf Kernenergie basiert.

In diesem Zusammenhang heisst es, die für diese neue Ausführung des KSS-III-Programms erforderlichen technologischen Entwicklungen seien abgeschlossen, sodass der Baustart 2028 realistisch sei. Die Bereitstellung von Kernbrennstoff würde demnach über die USA und über die entsprechenden rechtlichen Mechanismen erfolgen. Parallel dazu fügen sich diese Angaben in jüngere Berichte ein, wonach das südkoreanische Ministerium für Nationale Verteidigung ein eigenes Team für die Beschaffung nuklearer U-Boote eingerichtet habe – ein Schritt, der das Projekt nach Jahren technischer und politischer Vorbereitung institutionell verankert.

US-Kooperation, TNP-Rahmen und Unterstützung beim Kernbrennstoff

Ein über zwei Jahrzehnte entwickeltes Programm

Südkorea arbeitet demnach seit mindestens zwei Jahrzehnten daran, nukleare Fähigkeiten für den maritimen Bereich aufzubauen – sowohl auf technologischer als auch auf regulatorischer Ebene. Ziel ist es, den Übergang von konventionellen Plattformen wie diesel-elektrisch angetriebenen U-Booten zu Booten mit Kernreaktoren als Antriebsquelle zu ermöglichen.

Dabei gibt es jedoch einen entscheidenden Punkt: Die Vereinigten Staaten nehmen in dieser Initiative eine Schlüsselrolle ein. Vor diesem Hintergrund gab das Weisse Haus gegen Ende 2025 Hinweise, dass beide Länder Gespräche aufgenommen hätten, um die Entwicklung neuer nuklearer U-Boote anzustossen. Diese Gespräche mündeten in ein Verständnis mit den USA, das Südkorea erlaubt, die Entwicklung nuklearer U-Boote unter strengen Vorgaben zur ausschliesslich friedlichen Nutzung von nuklearem Material zu prüfen.

Im Detail ist an dieser Stelle hervorzuheben, dass die Entscheidung auf umfangreichen Gesprächen mit Washington beruht – einem zentralen Akteur bei zahlreichen Vorhaben rund um Nukleartechnologie. Seoul hat wiederholt betont, dass sich sein Interesse auf nuklearen Antrieb – und nicht auf nukleare Bewaffnung – beschränkt; dennoch benötigt das Projekt Zustimmung und Kooperation der USA im Rahmen der Verpflichtungen Südkoreas aus dem Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (TNP).

Wesentlich für das Verständnis der Tragweite ist zudem: Südkorea verfügt bereits über eine beachtliche U-Boot-Flotte, die jedoch vollständig auf konventionellem Antrieb basiert. Im Unterschied zu künftigen nuklear angetriebenen U-Booten sind diese Einheiten auf herkömmliche Systeme angewiesen, was Reichweite, Dauerfahrtgeschwindigkeit und die Verweildauer in tiefer Tauchfahrt begrenzt – Faktoren, die in Szenarien langfristiger Überwachung und beim Verfolgen gegnerischer U-Boote besonders relevant sind. Vor diesem Hintergrund zielt Seouls Interesse an nuklearen U-Booten nicht darauf ab, die bestehende Flotte zu ersetzen, sondern sie zu ergänzen: um eine strategische Fähigkeit für grosse Reichweiten und Angriffsoptionen hinzuzufügen, über die das Land derzeit nicht verfügt – mit höherer Autonomie, längerer Unterwasseraufenthaltsdauer und der Möglichkeit, in weit von der eigenen Küste entfernten Gebieten zu patrouillieren.

Die bislang bekannt gewordenen Informationen bestätigen nicht nur, dass Kernbrennstoff – im Einklang mit dem bilateralen Kooperationsrahmen – durch die USA geliefert würde. Analysten gehen darüber hinaus davon aus, dass die Vereinigten Staaten in kritischen Bereichen Unterstützung leisten könnten, darunter:

  • technische Hilfe im Zusammenhang mit nuklearen Reaktoren,
  • regulatorische Rahmenwerke,
  • Sicherheitsverfahren,
  • langfristige Instandhaltung und Wartung.

Weiterentwicklung des Programms KSS-III

Gleichzeitig ist festzuhalten, dass das konkrete Design dieser neuen Variante der nuklearen U-Boote noch nicht vollständig festgelegt ist; Beobachter werten sie jedoch als eine direkte Weiterentwicklung des KSS-III-Programms.

Wie bereits dargestellt, betreibt die südkoreanische Marine U-Boote der Lose Batch-I (Klasse Dosan Ahn Chang-ho) sowie Batch-II – eine vergrösserte Version, die sich derzeit in der Produktion befindet und von der bereits eine erste Einheit zu Wasser gelassen wurde. Die neue Variante Batch-II würde – zusätzlich zur Fähigkeit eines nuklearen Antriebs – eine Verdrängung von etwa 8.300 Tonnen erreichen und damit zum grössten von Südkorea gebauten U-Boot werden. Damit einher gingen ebenfalls eine höhere Autonomie sowie eine verlängerte Unterwasserverweildauer.

Titelbild dient nur zur Illustration.

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