Das staatliche Unternehmen rüstet sich für die Hitzewelle.
Nach und nach rollt eine weitere Hitzewelle über Frankreich. Sie zog vom Süden des Landes herauf, wird in dieser Woche das gesamte französische Staatsgebiet erfassen und zwingt Wirtschaftsakteure sowie öffentliche Dienste zu Anpassungen. Auch EDF ist betroffen: Der Konzern erwägt, die Stromerzeugung seines Kernkraftwerksparks bereits ab Dienstag, dem 16. Juni, zu drosseln.
EDF-Kernkraftwerke: Einschränkungen wegen warmem Rhône-Wasser
Wie Le Parisien berichtet, richtet das öffentliche Unternehmen sein Augenmerk insbesondere auf den Standort Saint-Alban im Département Isère. Dort steigt die Temperatur des Rhône-Wassers. Die von unseren Kollegen zitierte Gruppe bestätigt:
„Aufgrund der prognostizierten hohen Temperaturen der Rhône könnten ab Dienstag, dem 16. Juni 2026, Produktionsbeschränkungen den Kernkraftwerkspark von EDF betreffen, insbesondere den Standort Saint-Alban.“
Für einen sicheren Betrieb müssen Kernreaktoren kontinuierlich gekühlt werden. Deshalb befinden sie sich in der Nähe des Meeres oder von Flüssen. Erhöht sich deren Wassertemperatur, kann EDF jedoch gezwungen sein, die Stromproduktion vorübergehend einzustellen – was vor allem bei länger anhaltenden Hitzewellen problematisch sein kann.
Die Tageszeitung weist allerdings darauf hin, dass Stillstände oder Einschränkungen aus Umweltgründen bislang nur einen vergleichsweise begrenzten Einfluss auf die französische Atomstromproduktion haben: Sie sinkt jährlich um etwa 0,3 %. Durch den Klimawandel dürfte dieser Wert jedoch schrittweise auf 1,5 % bis 2050 steigen.
Ein Tipp gegen große Hitze
Angesichts der hohen Temperaturen im Land ist eine Klimaanlage nicht zwingend erforderlich. Die französische Agentur für ökologischen Wandel (ADEME) empfiehlt insbesondere, Rollläden zu schließen, sobald die Sonne auf die Fenster scheint, die betreffenden Fenster bereits ab dem späten Vormittag geschlossen zu halten und keine Wärme erzeugenden Geräte – etwa den Backofen – zu benutzen.
Auch der Einsatz von Ventilatoren wird empfohlen: Sie kühlen den Raum zwar nicht direkt ab, bringen aber die Luft in Bewegung und vermitteln auf der Haut ein angenehmes Frischegefühl. Da die Hitzewelle Frankreich fest im Griff hat, könnte die Agentur damit auch Deckenventilatoren wieder beliebter machen.
Deckenventilatoren: spürbar kühler bei geringem Energieverbrauch
Mit seinen Flügeln kann ein Deckenventilator kühlere Luft umwälzen und die gefühlte Temperatur um etwa 5° senken. Die weitere gute Nachricht: Er ist besonders energiesparend. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem vorherigen Artikel hier.
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