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Repsol testet 100 % erneuerbare Kraftstoffe in Alcochete

Mann mit Warnweste tankt an nachhaltiger Tankstelle mit Windrad und Solaranlage im Hintergrund.

Die Senkung der CO₂-Emissionen (Kohlendioxid) muss nicht allein auf die Elektrifizierung beschränkt sein. Auch bei Kraftstoffen für Verbrennungsmotoren gibt es noch erhebliches Potenzial.

Neben den viel diskutierten synthetischen Kraftstoffen gibt es weitere vollständig erneuerbare Kraftstoffarten, die aus organischen Abfällen oder gebrauchten Speiseölen hergestellt werden.

Repsol setzt auf 100 % erneuerbare Kraftstoffe

Genau darauf setzt Repsol: Das Unternehmen betreibt bereits drei Testtankstellen auf der Iberischen Halbinsel – in Madrid, Barcelona und Alcochete – mit dieser Art von Kraftstoffen.

Bis zum Jahresende sollen jedoch 60 Tankstellen entlang der wichtigsten Verkehrsachsen der Iberischen Halbinsel 100 % erneuerbare Kraftstoffe anbieten. Davon befinden sich 50 in Spanien und 10 in Portugal.

Pilotversuch in Alcochete

Der Pilotversuch von Repsol an der Tankstelle in Alcochete erfolgt mit 100 % erneuerbarem Diesel.

Der Test wird gemeinsam mit Unternehmensflotten und Logistikunternehmen durchgeführt und umfasst 53 Fahrzeuge. Damit sollen sowohl die Leistung bei der Nutzung als auch das Potenzial zur Emissionsminderung bewertet werden.

Nach Angaben des spanischen Unternehmens werden während dieses ersten, drei Monate dauernden Tests mehr als 400.000 Liter erneuerbarer Diesel des Typs HVO (hydriertes Pflanzenöl) eingesetzt. Dadurch lassen sich die Netto-CO₂-Emissionen um bis zu 90 % senken.

Anders ausgedrückt: Es wird eine Verringerung um 1100 Tonnen CO₂-Emissionen erwartet. Laut Repsol „entspricht dies etwa 27 Flugreisen von Lissabon nach New York“.

Was sind erneuerbare Kraftstoffe?

In diesem Fall werden sie auch als Biokraftstoffe bezeichnet und stellen eine Lösung mit Netto-Null-Emissionen dar, die aus erneuerbaren Rohstoffen erzeugt wird. Sie werden aus organischen Reststoffen etwa aus der Land- und Forstwirtschaft hergestellt, kommen aber auch aus gebrauchten Speiseölen.

Zu den erneuerbaren Kraftstoffen zählen ebenfalls synthetische Kraftstoffe. Diese entstehen jedoch durch die Verbindung von abgeschiedenem CO₂ mit grünem Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird.

Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass erneuerbare Kraftstoffe unmittelbar in den heute bereits fahrenden Fahrzeugen verwendet werden können, ohne Änderungen an den Motoren vorzunehmen. Darüber hinaus ist keine neue Tankinfrastruktur erforderlich, da die bestehende Infrastruktur für fossile Kraftstoffe genutzt werden kann.

Zusammen mit Elektrifizierung und Wasserstoff gehört die Herstellung erneuerbarer Kraftstoffe zu den wichtigsten Investitionsfeldern von Repsol.

Zugleich ist sie ein zentraler Baustein der Strategie des Unternehmens, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Wie Repsol in einer Mitteilung erklärte, wird das Unternehmen „im Jahr 2025 über eine Produktionskapazität von 1,3 Millionen Tonnen erneuerbarer Kraftstoffe und im Jahr 2030 von mehr als zwei Millionen Tonnen verfügen“.

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