Zum Inhalt springen

Meta und Overview Energy: Satelliten versorgen Solarparks auch nachts mit Energie

Frau nutzt Tablet mit digitaler Vernetzung vor Solarpanelen auf Dach bei Nacht in urbaner Umgebung.

Meta kooperiert mit Overview Energy, um Satelliten einzusetzen, die Solarparks dauerhaft mit Energie versorgen sollen – auch während der Nacht.

Meta arbeitet an einer KI-Form namens „Superintelligenz“. Um diese nach ihrer Verfügbarkeit zu betreiben, investiert das Unternehmen Milliarden in neue Rechenzentren. Wie andere Tech-Konzerne muss auch die Firma von Mark Zuckerberg deshalb zusätzliche Energiequellen erschließen, um diese Rechenleistung zu versorgen. Meta setzt dabei bereits auf Kernenergie, will künftig aber auch eine Technologie nutzen, die Solarenergie mitten in der Nacht verfügbar macht.

Wie kann das funktionieren?

In einem Blogbeitrag teilte Meta mit, einen Vertrag mit Overview Energy geschlossen zu haben. Das Unternehmen hat ein System entwickelt, mit dem Solarparks mithilfe von Satelliten rund um die Uhr arbeiten können. „Seine Satelliten werden in einer geosynchronen Umlaufbahn in rund 35.000 km Höhe über dem Erdäquator positioniert, wo die Sonneneinstrahlung konstant ist; dort fangen sie Sonnenenergie auf und übertragen sie als schwaches Nahinfrarotlicht an Solaranlagen auf der Erde“, erklärt Meta.

Damit könnten Solarparks, die heute nachts stillstehen, kontinuierlich Energie empfangen. Das von den Satelliten übertragene Infrarotlicht wird von den Solarparks auf dieselbe Weise aufgenommen wie Sonnenstrahlen bei Tageslicht. Neue Infrastruktur am Boden wäre nicht einmal erforderlich, da die Technik mit bereits vorhandenen Solarmodulen kompatibel ist. Der Vertrag zwischen Meta und Overview sieht den Aufbau von 1 GW „Orbit-to-Grid“-Energie zur Versorgung der Rechenzentren des Unternehmens vor. Eine Vorführung dieser Technologie ist für 2028 geplant. Sollte sie erfolgreich sein, könnten die Satelliten von Overview ab 2030 das US-Stromnetz versorgen.

Meta setzt zudem auf eine neue Form der Energiespeicherung

Neben der Vereinbarung mit Overview geht Meta auch eine Partnerschaft mit dem auf Speicherlösungen spezialisierten Unternehmen Noon Energy ein. „Die Technologie von Noon Energy nutzt modulare, reversible Festoxid-Brennstoffzellen und kohlenstoffbasierte Speicherung, um mehr als 100 Stunden Energiespeicherung bereitzustellen – deutlich mehr, als heutige Lithium-Ionen-Batterien leisten können“, so Meta.

Die Vereinbarung umfasst eine Reservierung von bis zu 1 GW/100 GWh Energiespeicherung. Auch die Demonstration der Noon-Technologie soll 2028 stattfinden.

Unsere Einschätzung

Die für KI benötigte Rechenleistung verbraucht enorme Mengen Energie. Das zwingt die Tech-Giganten dazu, neue Wege zu finden, saubere Energie zu gewinnen, ohne Engpässe zu verursachen. Diese Nachfrage veranlasst auch andere Unternehmen wie SpaceX oder Google, Satelliten zu entwickeln, die als Rechenzentren im All funktionieren und die Sonnenenergie möglichst effizient nutzen sollen.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen