Mobi.e, der Betreiber des Ladenetzes in Portugal, hat gestern eine Studie vorgestellt, die die Entwicklung des Verkehrssektors bis 2050 skizziert.
Der Untersuchung zufolge werden bis 2050 Investitionen von 1,7 Milliarden Euro benötigt, um das nationale Netz an Ladestationen für Elektroautos auszubauen und ein Netz von Wasserstofftankstellen für Fahrzeuge mit dieser Technologie aufzubauen.
Nach Angaben von Mobi.e ist dies die Summe, die das Land aufbringen muss, um die AFIR – die europäische Verordnung über die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe – zu erfüllen.
Wasserstofftankstellen: Eine noch zu erfüllende Aufgabe
Laut Mobi.e ist die „Unsicherheit über die Zukunft des Wasserstoffs weiterhin hoch“. Die Studie bezeichnet diese Alternative als „wenig ausgereifte Technologie“, die von „Unsicherheiten“ umgeben sei. Zugleich hält sie fest: „Der Markt wird nicht vorankommen, solange keine Garantie für ein Versorgungsnetz besteht, das den Mindestbedarf abdeckt“, und betont, dass „dies der erste Schritt sein sollte“.
Der von der Regierung ausgearbeitete Fahrplan und Aktionsplan für Wasserstoff sieht vor, dass grüner Wasserstoff bis 2030 einen Anteil von 1 % bis 5 % am Energieverbrauch des Straßenverkehrs erreichen soll. Mobi.e zufolge bestehen die Voraussetzungen, um diese Ziele zu verwirklichen, doch „das Umsetzungstempo muss beschleunigt werden“.
Die Millionen für Wasserstoff
Unter Berücksichtigung der nationalen Ziele rechnet Mobi.e damit, dass bis 2030 219 Millionen Euro erforderlich sind, um 37 Wasserstofftankstellen in Betrieb zu nehmen.
Umgerechnet müsste Portugal rund sechs Millionen Euro je Wasserstofftankstelle investieren, um ein Versorgungsnetz aufzubauen, das den anfänglichen Bedarf im gesamten Staatsgebiet deckt. Derzeit ist nur eine Wasserstofftankstelle öffentlich zugänglich. Sie befindet sich in Cascais und trägt den Namen DRHYVE.
Eine Investition mit positiver Ökobilanz
Nach dieser Mobi.e-Studie führt die Gesamtinvestition von 1,7 Milliarden Euro – die, wie oben erwähnt, Ladepunkte für leichte und schwere Fahrzeuge sowie Wasserstofftankstellen umfasst – zu einer Einsparung von 3,3 Milliarden Tonnen CO₂.
Mobi.e zufolge bringt diese Verringerung der Emissionen einen wirtschaftlichen Nutzen von 1,9 Milliarden Euro. Grundlage dafür ist „die Berechnung des wirtschaftlichen Nutzens auf Basis des Referenzwerts Euro/Tonne CO2“. Mit anderen Worten: Der Nutzen dieser Investition könnte die bis 2050 geschätzten Kosten um insgesamt 200 Millionen Euro übersteigen.
Der Studie zufolge sollen die Kosten dieser Investition durch den Aufbau- und Resilienzplan (PRR), europäische Finanzierungsmittel und weitere staatliche Beihilfen getragen werden.
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