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USS Enterprise: Demontage kostet die U.S. Navy mehr als US$1.3 billion

Zwei Arbeiter in Schutzhelmen und Warnwesten prüfen Pläne vor einem großen Flugzeugträger im Hafen.
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Während die U.S. Navy ihre Flugzeugträgerflotte schrittweise modernisiert, hat sie bereits mehr als US$1.3 billion für die Verschrottung der USS Enterprise bereitgestellt, des weltweit ersten nuklear angetriebenen Flugzeugträgers. Die jüngste Entwicklung ist die Vergabe eines neuen Vertrags für die abschließenden Schritte des Entsorgungsprozesses an NorthStar Maritime im Wert von rund US$418.5 million. Die Arbeiten werden am Pier 2 der Werftanlage von Newport News Shipbuilding ausgeführt.

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Verschrottung der USS Enterprise und ihre Reaktoren

Die Demontage der USS Enterprise läuft inzwischen seit 14 Jahren und verursacht wegen der komplexen, sicheren Entsorgung eines nuklear angetriebenen Kriegsschiffs erhebliche Kosten. Ein wesentlicher Teil der Arbeiten besteht darin, den verbliebenen Kernbrennstoff zu entfernen und die Reaktorkomponenten in gesicherte Einrichtungen des Energieministeriums im Bundesstaat Washington zu überführen. Dorthin bringt die Navy auch Schiffsreaktoren, die das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben.

Der Umfang dieser Aufgabe ist besonders groß, da das Antriebssystem des Trägers aus eight nuclear reactors bestand. Fachleute mit Erfahrung bei der Demontage von Kriegsschiffen erklärten gegenüber US-Verteidigungsmedien, dass Teile des Rumpfs der Enterprise herausgetrennt werden müssen, um die Reaktorräume zu erreichen sowie das verbliebene nukleare Material vollständig zu entfernen und zu dekontaminieren.

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Die vollständige Entsorgung soll nun im Jahr 2030 abgeschlossen werden. Damit verschiebt sich der Zeitplan gegenüber der Prognose von 2025 um ein Jahr, während die Kosten höher ausfallen als zuvor erwartet.

USS Nimitz folgt auf die USS Enterprise

Die Arbeiten an der USS Enterprise werden sich zudem mit der Außerdienststellung des nuklear angetriebenen Flugzeugträgers USS Nimitz überschneiden, der voraussichtlich einen vergleichbaren Demontageprozess durchlaufen wird. Dadurch scheidet nicht nur ein weiteres Schiff aus einer Flugzeugträgerflotte aus, die angesichts der aktuellen geopolitischen Anforderungen bereits erheblich beansprucht ist. Zusätzlich werden Investitionen in Werften nötig, die hochspezialisierte Arbeiten zur Stilllegung von Nuklearanlagen ausführen können.

Im Rahmen dieser Vorbereitungen hat HII Newport News Shipbuilding von der Navy bereits mehr als US$96 million erhalten, um Planungsarbeiten aufzunehmen und Material für das Entsorgungsprogramm der Nimitz zu beschaffen. Dieser Auftrag dürfte der erste einer umfassenderen Reihe von Verträgen für die Deaktivierung und Demontage des Trägers sein.

Höhere Kosten als bei der USS John F. Kennedy (CV-67)

Finanziell betrachtet übersteigt die für die Demontage der USS Enterprise bereitgestellte Summe von mehr als US$1.3 billion die Kosten für die Verschrottung der ehemaligen USS John F. Kennedy (CV-67) deutlich. Dabei handelte es sich um den letzten konventionell angetriebenen Flugzeugträger der U.S. Navy, der 2009 außer Dienst gestellt wurde.

Zwar gab es zunächst Überlegungen, die John F. Kennedy als Museumsschiff zu erhalten, doch ihre spätere Demontage ermöglichte es der Navy, Verfahren für die Entsorgung eines Schiffs zu erproben und weiterzuentwickeln, das einst rund 82,000 tonnes verdrängte. Diese Erfahrungen haben beim wesentlich komplexeren Rückbau nuklear angetriebener Flugzeugträger bislang jedoch nicht zu klaren Kostensenkungen geführt.

Die verwendeten Bilder dienen Illustrationszwecken.

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