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Banque de France: 12,8 Milliarden Euro Gewinn durch Goldbestände

Geschäftsmann im Anzug analysiert Daten auf Tablet vor Goldbarrenstapeln in einem Tresorraum.

Ein lukrativer Gewinn für die Finanzinstitution.

Die Banque de France teilte am Dienstag, dem 24. März, mit, einen Kapitalgewinn von knapp 13 Milliarden Euro erzielt zu haben. Dieser finanzielle Ertrag ist das Resultat einer Strategie zur Modernisierung ihrer Goldbestände. Wie BFM berichtet, ersetzt die Finanzinstitution seit 2005 historische oder nicht standardisierte Bestände durch Barren, die den heutigen internationalen Standards entsprechen. Auf diese Weise entfallen die mit einer Raffination verbundenen Zwänge.

Auslöser für die Beschleunigung war eine interne Prüfung aus dem Jahr 2024. Sie empfahl, den Vorgang für die noch in New York gelagerten 129 Tonnen Gold abzuschließen, die rund 5 % des gesamten französischen Bestands ausmachen. Laut unseren Kollegen wurden zwischen Juli 2025 und Januar 2026 insgesamt 26 Transaktionen durchgeführt.

Diese Vorgänge brachten einen Rekord-Kapitalgewinn von 12,8 Milliarden Euro ein: 11 Milliarden entfielen auf das Geschäftsjahr 2025, weitere 1,8 Milliarden auf den Beginn des Jahres 2026. Die Banque de France bestätigt, dass die Rückführung aus den Vereinigten Staaten nun vollständig abgeschlossen ist.

2437 Tonnen Gold unter Paris

Gouverneur François Villeroy de Galhau stellte zudem klar, dass der Austausch des jenseits des Atlantiks gelagerten Goldes keinem politischen Zwang folgte. Ausschlaggebend sei vielmehr die höhere Qualität der europäischen Marktstandards gewesen. Die außergewöhnliche Höhe des Kapitalgewinns erklärt sich auch durch den besonders hohen Goldpreis während des Austauschzeitraums.

Zur Erinnerung: Die Banque de France verwahrt die nationalen Reserven an einem geheimnisumwitterten Ort mitten in Paris. Im 1. Arrondissement der französischen Hauptstadt lagert ein riesiger, hoch gesicherter Tresor 27 Meter unter ihrem Sitz 2437 Tonnen Gold. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels entspricht das einem Wert von 344 Milliarden Euro und der viertgrößten Goldreserve der Welt.

In einer Zeit knapper staatlicher Haushaltsmittel, in der der Regierung vor allem zwei Möglichkeiten bleiben – Steuern zu erhöhen oder Ausgaben zu senken –, gewinnt eine weitere Option an Aufmerksamkeit. Der Gedanke, einen Teil des Goldes in diesem Keller der La Souterraine zu verkaufen und vom steigenden Preis des Edelmetalls zu profitieren, setzt sich zunehmend durch. Nach Ansicht der Finanzinstitution und zahlreicher Fachleute wäre dies allerdings nicht unbedingt sinnvoll.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass La Souterraine, der Aufbewahrungsort des französischen Goldes, eine regelrechte Festung ist, die jeden Diebstahlversuch abschrecken soll. Neben ihrer 7 Tonnen schweren Eingangstür kommen verschiedene Sicherheitsvorkehrungen zum Einsatz. Die Mitarbeitenden müssen biometrische Erkennungssysteme passieren und ein Schlüsselsystem bedienen, um Zugang zu erhalten. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem vorherigen Artikel hier.

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