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Kim Yo Jong erklärt Atomprogramm Nordkoreas für nicht verhandelbar

Nordkoreanischer Politiker hält Rede vor Raketen, im Hintergrund fliegt ein Passagierflugzeug am Himmel.

Kim Yo Jong: Atomprogramm Nordkoreas nicht verhandelbar

Kim Yo Jong, die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un, hat das Atomprogramm Nordkoreas als „absolut nicht verhandelbar“ bezeichnet. Darüber berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag, einen Tag vor dem Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Land.

„Unser Status als Atommacht ist absolut nicht verhandelbar. Wir werden keinerlei Bedrohung dulden“, erklärte Kim Yo Jong. Die ältere Schwester von Kim Jong-un leitet offiziell lediglich die Abteilung für Allgemeine Angelegenheiten der nordkoreanischen Arbeiterpartei. Sie gilt jedoch als Schlüsselfigur für Kommunikation und Außenpolitik des Landes.

Verfassungsrang für den Status als Atommacht

Nordkorea verankerte 2023 den unumkehrbaren Charakter seines Status als Atommacht in der Verfassung. Kim Jong-un hatte dieses Prinzip bereits ein Jahr zuvor verkündet. Wegen seiner Programme für Atomwaffen und ballistische Raketen unterliegt das Land weitreichenden internationalen Sanktionen.

Südkorea, die Vereinigten Staaten und weitere Mitglieder der internationalen Gemeinschaft betrachten die Denuklearisierung Nordkoreas als Voraussetzung für eine mögliche Aufhebung der Sanktionen.

Pjöngjang hingegen sieht sein auf einige Dutzend Sprengköpfe geschätztes Nukleararsenal als Absicherung gegen jeden Versuch einer Invasion oder eines Sturzes des Regimes.

Xi Jinpings Besuch und Chinas Haltung

Die Äußerungen von Kim Yo Jong wurden am Vorabend der Ankunft des chinesischen Präsidenten in Nordkorea veröffentlicht. China ist mit Pjöngjang verbündet und dessen wichtigster wirtschaftlicher Unterstützer.

In der Vergangenheit befürwortete China die Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel. Zwischen 2006 und 2017 stimmte das Land zudem mehreren Resolutionen des UN-Sicherheitsrats zu, mit denen Sanktionen gegen Pjöngjang verhängt wurden.

Seitdem hat China seine Haltung zum nordkoreanischen Atomprogramm jedoch abgeschwächt.

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