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Portugal braucht bis 2050 rund 76.000 Ladepunkte für Elektroautos nach AFIR laut Mobi.e

Mann lädt weißes Elektroauto an Ladestation am Flussufer mit Brücke und Windrädern im Hintergrund.

Laut einer von Mobi.e veröffentlichten Studie muss Portugal bis 2050 rund 76.000 Ladepunkte für Elektroautos errichten, um die Vorgaben der AFIR-Verordnung (Alternative Fuels Infrastructure Regulation) zu erfüllen.

Diese Prognose zählt zu den Ergebnissen der Studie „Ladeinfrastruktur zur Unterstützung der Energiewende im portugiesischen Mobilitätssektor“, die bei einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, an der Razão Automóvel teilnahm.

Ambitionierte Ziele

Für das Erreichen dieser Zielvorgaben wären Investitionen von mehr als 1,5 Milliarden Euro erforderlich. Damit würde das nationale Netz auf insgesamt 82.000 Ladepunkte wachsen.

Ausbau der Ladeinfrastruktur bis 2050

In einer ersten Etappe sollen bis 2025 insgesamt 9044 Ladepunkte installiert werden. Dafür ist eine Anfangsinvestition von 111,2 Millionen Euro vorgesehen.

Von 2026 bis 2030 kommen weitere 12 436 Ladepunkte hinzu, verbunden mit Investitionen von 289 Millionen Euro. Bis 2035 soll die Zahl um 14 250 Ladepunkte steigen, wofür 269,3 Millionen Euro eingeplant sind.

Für die abschließende Phase von 2036 bis 2050 ist der Bau von 40 275 zusätzlichen Ladepunkten vorgesehen. Damit wird das angestrebte Ziel von rund 76.000 Ladepunkten erreicht. Die Investitionen für diesen letzten Zeitraum belaufen sich auf 887,2 Millionen Euro.

Zusammen mit einem landesweiten Netz von Wasserstofftankstellen würde der Aufbau dieser Ladepunkte laut der Berechnungsgrundlage der CINEA praktisch 3,3 Millionen Tonnen CO₂ einsparen und einen wirtschaftlichen Vorteil von 1,9 Milliarden Euro schaffen.

Was geschieht mit den bestehenden Ladepunkten?

Die Gesamtsumme von 1,5 Milliarden Euro berücksichtigt allerdings nicht die Ausgaben für die Nachrüstung (Umrüstung) bereits vorhandener Ladepunkte. Diese werden auf etwa 340 Tausend Euro geschätzt. Die Kosten sollen jedoch von den Betreibern der Ladepunkte (OPC) getragen werden.

Finanzierung des Plans

Zur Finanzierung dieses Vorhabens verweist die Studie auf Mittel der Europäischen Union, aus dem PRR sowie auf verfügbare staatliche Beihilfen. Dazu zählen Förderungen für den Kauf emissionsfreier Fahrzeuge ebenso wie Mittel für den Aufbau von Lade- und Betankungsinfrastruktur.

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