Der Preis für ein Barrel Brent-Öl erholte sich am Montag am Londoner Terminmarkt auf 111 US-Dollar, nachdem er zuvor bis auf 106 US-Dollar gefallen war. Hintergrund sind neue Spannungen im Nahen Osten.
Brent-Öl steigt angesichts der Spannungen im Nahen Osten
Um 16:30 Uhr legte Brent, die europäische Referenzsorte, um 2 % auf 111,42 US-Dollar je Barrel zu. In den frühen Morgenstunden hatte der Preis zeitweise 112 US-Dollar erreicht.
Gegen 15:00 Uhr war der Preis für Nordsee-Rohöl noch auf 106,87 US-Dollar gesunken, was einem Rückgang von 2,19 % entsprach.
Mit der anschließenden Erholung verzeichnete Brent den vierten Handelstag in Folge Kursgewinne, während sich die Lage im Nahen Osten verschärfte.
Auch West Texas Intermediate (WTI), die Referenzsorte in den Vereinigten Staaten, notierte höher und stieg um 1,93 % auf 107,45 US-Dollar pro Barrel.
Dagegen gab am niederländischen TTF-Markt gehandeltes Erdgas um 1,06 % auf 50,425 Euro je Megawattstunde nach.
Angriffe in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilte am Sonntag mit, zwei von drei Drohnen unbekannter Herkunft abgefangen zu haben, die in das Staatsgebiet eingedrungen waren. Eine dritte Drohne traf einen Generator am äußeren Rand eines Kernkraftwerks. Nach Angaben der Behörden der Emirate bestand dabei keine radiologische Gefahr. Das Ministerium erklärte, es sei bereit, „jedem Versuch, die nationale Sicherheit zu untergraben, entschlossen entgegenzutreten“.
Die Vereinigten Arabischen Emirate zählen zu den Ländern, die besonders stark von Vergeltungsangriffen betroffen sind. Diese hatten nach dem Krieg begonnen, den die Vereinigten Staaten und Israel am 28. Februar gegen den Iran gestartet hatten.
Unterdessen erklärte US-Präsident Donald Trump, dem Iran bleibe immer weniger Zeit für eine Einigung im Rahmen der seit Anfang April geltenden Waffenruhe. Zugleich drohte er Teheran erneut mit weiteren Angriffen.
Waffenruhe und Friedensgespräche mit dem Iran
Angesichts der brüchigen Waffenruhe machte Trump den Iran für den Stillstand der Verhandlungen zur Beendigung des Krieges verantwortlich.
Als Reaktion darauf erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, die Friedensgespräche mit den Vereinigten Staaten würden durch den Austausch von Vorschlägen über Pakistan fortgesetzt.
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