Kuba erlebt in dieser Woche den zweiten landesweiten Stromausfall und den vierten dieses Jahres, nachdem die Versorgung durch das Nationale Elektrizitätssystem (SEN) am Freitag um 16.30 Uhr Ortszeit (21.30 Uhr in Kontinentalportugal) zusammengebrochen war.
Landesweiter Stromausfall in Kuba
„Es ist zu einer vollständigen Trennung des Elektrizitätssystems gekommen. Die Protokolle zur Einleitung der Wiederherstellung werden aktiviert“, teilte das kubanische Ministerium für Energie und Bergbau in sozialen Netzwerken mit.
Die Ursache für den jüngsten Ausfall, den neunten innerhalb von knapp zwei Jahren, wurde bislang nicht bekannt gegeben.
Kuba steckt seit Mitte 2024 in einer schweren Energiekrise, die sich seit Januar weiter verschärft hat. Damals drohte US-Präsident Donald Trump damit, gegen jedes Land Zölle zu verhängen, das Öl an die Insel verkauft oder liefert.
Wiederherstellung des SEN kann Tage dauern
Erfahrungen aus früheren Fällen zeigen, dass die Wiederinbetriebnahme des SEN langsam und aufwendig verläuft und mehrere Tage dauern kann. Dabei wird zunächst Strom aus Solar- und Wasserkraftquellen sowie aus Generatoren erzeugt, um kleine Gebiete zu versorgen, die anschliessend schrittweise miteinander verbunden werden.
Nach dem Stromausfall vom Montag dauerte die Wiederherstellung rund 36 Stunden. Erst am Mittwoch erklärte das staatliche Energieunternehmen Unión Eléctrica (UNE), das dem Ministerium für Energie und Bergbau untersteht, dass alle kubanischen Provinzen wieder an das SEN angeschlossen seien.
Ein Stromausfall Mitte Mai hatte die östlichen Provinzen betroffen, während ein weiterer Ausfall Mitte März die gesamte Insel lahmlegte.
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