Wasserversorgung in Almada am Wochenende stabil
Der Präsident der städtischen Wasser- und Abwasserdienste von Almada (SMAS) erklärte am Montag, dass die Wasserversorgung im Landkreis während des Wochenendes ohne Unterbrechungen funktioniert habe. Zwei neue Brunnen speisen inzwischen Wasser in das öffentliche Netz ein.
„Wir konnten die Wasserversorgung über das Wochenende sicherstellen. Es gab keinerlei Unterbrechung. Zwei neue Brunnen leiten nun rund 120 Kubikmeter pro Stunde in das Netz ein“, sagte Luís Palma gegenüber Lusa.
Auf Berichte einiger Einwohner angesprochen, die zwar wieder Wasser hätten, jedoch nur mit sehr niedrigem Druck, erklärte der SMAS-Verantwortliche, ihm sei dieses Problem bislang nicht bekannt.
„Mir liegt dazu keine Information vor. Derzeit haben wir keine Hinweise auf Probleme mit dem Wasserdruck, aber ich räume ein, dass es in den Gebieten mit geplanten Unterbrechungen der Wasserversorgung zu niedrigem Druck gekommen sein könnte“, sagte Luís Palma.
Der Vorsitzende des Verwaltungsrats der SMAS Almada erinnerte zudem daran, dass der zweite der beiden neuen Brunnen zur Verstärkung der Wasserversorgung von Almada am Samstag in Betrieb genommen wurde. Er ergänzt den ersten Brunnen, der Anfang Juni den Betrieb aufnahm; beide befinden sich im Gebiet Mar e Sol.
Nach Angaben von Luís Palma wird der Landkreis Almada derzeit über „rund 30 Brunnen“ versorgt. Darüber hinaus werden im Landkreis drei weitere Brunnen gebaut, die bis Ende dieses Jahres oder Anfang 2027 betriebsbereit sein sollen.
Neue Brunnen und Verbindung mit Seixal
Parallel dazu verhandeln die SMAS mit der Stadtverwaltung von Seixal über die Nutzung von drei Brunnen. Einer davon existiert bereits und soll eine vorläufige Verbindung zwischen den Netzen beider Landkreise über eine rund 25 Meter lange Leitung ermöglichen. Diese Verknüpfung soll „innerhalb von 10/15 Tagen“ fertiggestellt werden.
Der SMAS-Verantwortliche schätzt, dass die drei mit Seixal verhandelten Brunnen die Kapazität des Versorgungsnetzes um etwa 20 % steigern könnten. Eine präzisere Bewertung sei jedoch erst nach Beginn des Betriebs möglich.
Alarmzustand wegen Wasserproblemen in Almada
Der Landkreis Almada im Distrikt Setúbal hat nach den Wasserversorgungsstörungen der vergangenen Wochen in mehreren Orten der Gemeinde den Alarmzustand ausgerufen. Besonders stark betroffen war Costa da Caparica.
„Solange der Alarmzustand gilt, werden Einschränkungen beim Wasserverbrauch umgesetzt, um diese für die häusliche Versorgung und die für die Bevölkerung unverzichtbaren Dienstleistungen wesentliche Ressource zu schützen“, teilte die Stadtverwaltung Almada mit.
Zu den Maßnahmen gehört die vollständige Unterbrechung der Versorgung in bestimmten Teilen des Landkreises von 22:00 bis 06:00 Uhr. Zudem sind sämtliche Nutzungen von Wasser aus dem öffentlichen Netz untersagt, die weder häuslichen noch wesentlichen Zwecken dienen. Dazu zählen insbesondere die Bewässerung öffentlicher und privater Gärten sowie von Golfplätzen, das Waschen von Fahrzeugen, das Befüllen von Schwimmbädern, die Nutzung von Duschen und Fußwaschstellen in Badezonen, der Betrieb von Zierbrunnen, künstlichen Seen und anderen dekorativen Wasserelementen sowie die Reinigung von Außenflächen, Höfen, Wänden und Dächern.
Am Mittwoch protestierten rund 1500 Menschen gegen den Wassermangel in Costa da Caparica. Sie forderten Lösungen für das Problem und verlangten den Rücktritt der Bürgermeisterin von Almada, Inês de Medeiros.
Ursprünglich hatte die Bevölkerung zu einer Menschenkette aufgerufen. Der Protest entwickelte sich jedoch zu einem Demonstrationszug zwischen dem Einkaufszentrum O Pescador und dem Kreisverkehr an der Zufahrt zur IC21, der von einem starken Aufgebot der GNR überwacht wurde.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen