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NACA fordert von Trump Aussetzung der Kerosinsteuer

Frau mit Dokumenten vor dem Kapitol, Flugzeug im Hintergrund, mehrere Männer in Anzügen in Washington D.C.

NACA fordert Aussetzung der Kerosinsteuer

Die National Air Carrier Association (NACA), die 15 US-Frachtfluggesellschaften vertritt, fordert von der Trump-Regierung eine befristete Aussetzung der Steuern auf Flugtreibstoff. Hintergrund sind die weltweite Ölknappheit und die stark gestiegenen Treibstoffpreise.

Den Antrag reichte der Verband am 18. Mai ein – knapp drei Monate nach Beginn des Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran. Dieser führte zur Sperrung der für den Öltransport entscheidenden Route durch die Straße von Hormus.

Nach Angaben des Jet Fuel Price Monitor der IATA lag der durchschnittliche Kerosinpreis in Nordamerika zuletzt bei 3,90 US-Dollar je US-Gallone, entsprechend rund 1,03 US-Dollar pro Liter. Im Jahr 2025 hatte er noch zwischen 2,70 und 2,80 US-Dollar je US-Gallone gelegen.

Entlastung für Frachtfluggesellschaften

George Novak, CEO der NACA, bat die Regierung, die Verbrauchsteuern auf an Fluggesellschaften verkauftes Kerosin auszusetzen. Damit sollen die Betriebskosten der Fluggesellschaften sinken, insbesondere für kleinere Anbieter, die sich nicht gegen schwankende Treibstoffpreise absichern können.

Die Einnahmen aus diesen Abgaben fließen in den Airport and Airway Trust Fund der Federal Aviation Administration (FAA). Aus diesem Fonds werden Flugsicherung, Zuschüsse für Flughäfen und die Luftfahrtinfrastruktur finanziert. Eine zeitlich begrenzte Steueraussetzung könnte daher die Bemühungen der FAA erschweren, die Sicherheitssysteme des Luftraums zu modernisieren – ein Vorhaben, das für die Trump-Regierung Priorität hat.

Nach Auffassung der NACA überwiegt jedoch der unmittelbare wirtschaftliche Nutzen die langfristigen Bedenken. Die Maßnahme würde den Flugbetrieb kurzfristig entlasten, Luftfrachtkapazitäten sichern, Lieferketten stabilisieren und den Inflationsdruck in einer Phase geopolitischer Unsicherheit begrenzen.

Kleine Frachtanbieter besonders gefährdet

Neben großen Fluggesellschaften gehören der NACA auch kleinere Unternehmen mit Sitz in Alaska an, darunter Everts Air, Lynden Air Cargo und Northern Air Cargo. Diese Anbieter sind von steigenden Treibstoffkosten besonders stark betroffen. Der Branchenverband Airlines for America äußerte sich nicht dazu, ob er die Aussetzung der Steuer unter diesen Umständen unterstützt.

Auch US-Billigfluggesellschaften bemühen sich um finanzielle Unterstützung, um den Preisschock beim Treibstoff abzufedern. Die jüngste Insolvenz von Spirit Airlines wurde teilweise auf den raschen Anstieg der Kerosinpreise zurückgeführt.

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