Brent-Öl steigt angesichts neuer Spannungen im Nahen Osten
Der Preis für ein Barrel Brent-Öl zur Lieferung im Juli legte am Montag um mehr als 1,6 % zu und überschritt am Londoner Terminmarkt die Marke von 111 US-Dollar. Auslöser sind die jüngsten Spannungen im Nahen Osten.
Um 7 Uhr Ortszeit (6 Uhr in Lissabon) stieg Brent, die europäische Referenzsorte, um 1,69 % auf 111,11 US-Dollar (95,61 Euro). In der Nacht hatte der Preis zwischenzeitlich 112 US-Dollar (96,37 Euro) erreicht.
Damit verzeichnet Brent-Öl den vierten Handelstag in Folge einen Anstieg, während sich die Spannungen im Nahen Osten weiter zuspitzen.
Drohnenvorfall in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Am Sonntag teilte das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate mit, bislang drei Drohnen unbekannter Herkunft abgewehrt zu haben, die in das Hoheitsgebiet des Golfstaats eingedrungen seien. Zwei davon seien abgefangen worden; eine dritte sei am äußeren Sicherheitsbereich eines Kernkraftwerks mit einem Generator kollidiert. Ein radiologisches Risiko habe dabei nicht bestanden.
Das Ministerium erklärte, es wolle „jeden Versuch, die nationale Sicherheit zu untergraben, entschlossen bekämpfen“. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind derzeit das am stärksten von Vergeltungsangriffen betroffene Land, die nach dem von den Vereinigten Staaten und Israel am 28. Februar begonnenen Krieg gegen den Iran eingesetzt haben.
Trump erhöht den Druck auf Teheran
US-Präsident Donald Trump erklärte unterdessen, Teheran habe immer weniger Zeit, eine Vereinbarung über den Waffenstillstand zu erreichen, der seit Anfang April in Kraft ist. Zugleich drohte er erneut mit weiteren Angriffen.
„Für den Iran läuft die Uhr, und sie sollten sich besser schnell beeilen!, sonst wird nichts von ihnen übrig bleiben. Zeit ist entscheidend!“, schrieb Trump in dem ihm gehörenden sozialen Netzwerk Truth Social.
Trump machte Teheran für die festgefahrenen Verhandlungen zur Beendigung des Krieges verantwortlich.
Auch der Preis für West Texas Intermediate (WTI) stieg am Montag: Die US-Ölsorte verteuerte sich um 2,51 % auf 108,07 US-Dollar (92,99 Euro) je Barrel.
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