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USS Nimitz: Brasilien überwacht Umweltwerte in Rio de Janeiro

Ein Marineoffizier entnimmt im Wasser vor der Küste Proben, im Hintergrund ein Flugzeugträger.

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Strahlungs- und Umweltkontrollen rund um die USS Nimitz

Anlässlich des technischen Zwischenstopps des nuklearbetriebenen Flugzeugträgers USS Nimitz in der Guanabara-Bucht vor Rio de Janeiro haben die brasilianischen Marinebehörden eine besondere Überwachung radiologischer und umweltbezogener Aktivitäten eingeleitet. Die Massnahmen sollen die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten und die maritime Umwelt schützen, bevor gemeinsame Übungen mit der brasilianischen Marine beginnen. Der Aufenthalt des Schiffs der US Navy in brasilianischen Gewässern erfolgt im Rahmen der Operation Southern Seas 2026; die ersten gemeinsamen Aktivitäten beider Seestreitkräfte sollten noch heute starten.

Für die Überwachung war das Marineministerium für Nukleare Sicherheit und Qualität (SecNSNQ) zuständig, die brasilianische Stelle für Regulierung und Aufsicht im Bereich der nuklearen Marine. Zu den Arbeiten gehörten Messungen der Dosisleistung in der Luft sowie die Entnahme von Umweltproben aus dem Wasser und vom Meeresboden der Guanabara-Bucht. Das Programm wurde mit dem Institut für Strahlenschutz und Dosimetrie (IRD) koordiniert, das der Nationalen Behörde für Nukleare Sicherheit untersteht.

Die Probenentnahme erfolgte gemeinsam durch das 2. Bataillon für nuklearen, biologischen, chemischen und radiologischen Schutz und Verteidigung des Marineinfanteriekorps sowie Fachleute des IRD. Während das Bataillon die Proben nahm, übernehmen die IRD-Spezialisten die anschliessenden Laboranalysen. Nach Angaben der brasilianischen Marine begann das Verfahren bereits vor dem Ankern der USS Nimitz und wird bis einen Tag nach dem Auslaufen des Schiffes aus brasilianischen Gewässern fortgesetzt.

Der Fregattenkapitän und Marineingenieur Marcos William Magalhães Leiras de Carvalho, Leiter der Abteilung für Strahlenschutz der SecNSNQ, erklärte, dass die durchgeführten Arbeiten den von der Behörde festgelegten Protokollen zum Schutz der Bevölkerung, der Umwelt und des Eigentums vor möglichen Auswirkungen ionisierender Strahlung entsprechen. Er hob zudem hervor, wie wichtig die an der Wasseroberfläche und am Meeresboden gewonnenen Proben seien, um die Sicherheitsbedingungen während des Aufenthalts des Flugzeugträgers in der Region zu überprüfen.

USS Nimitz und die Übungen mit der brasilianischen Marine

Die USS Nimitz (CVN-68), die derzeit als ältester noch weltweit im Dienst befindlicher nuklearbetriebener Flugzeugträger gilt, traf am 7. Mai in Rio de Janeiro ein. Zuvor hatte sie den Südatlantik durchquert, an Übungen mit der argentinischen Marine teilgenommen und während ihres regionalen Einsatzes Vertreter aus Uruguay empfangen. Zur Kampfgruppe des Flugzeugträgers gehören der Zerstörer USS Gridley (DDG-101), das Versorgungsschiff USNS Patuxent (T-AO-201) sowie der Trägerluftgeschwader Carrier Air Wing 17. Dieses verfügt über F/A-18E/F Super Hornet-Kampfflugzeuge, EA-18G Growler-Flugzeuge für elektronische Kampfführung und MH-60 Seahawk-Hubschrauber.

Parallel zu den logistischen Tätigkeiten und den Ruhezeiten der Besatzung in der Guanabara-Bucht wollen die brasilianische und die US-amerikanische Marine heute eine Reihe kombinierter Übungen vor der Küste des Bundesstaats Rio de Janeiro aufnehmen. Vorgesehen sind Kommunikationsübungen, abgestimmte Navigation und Luftoperationen, um die Interoperabilität beider Seestreitkräfte im Südatlantik auszubauen.

Für diese Vorhaben setzt die brasilianische Marine mehrere See- und Luftstreitkräfte ein. Dazu zählen die Fregatten der Niterói-Klasse Independência (F-44) und Defensora (F-41), das U-Boot Tikuna (S-34) sowie AH-11B Super Lynx-Hubschrauber. Damit beginnt im Zusammenhang mit der Operation Southern Seas 2026 eine weitere Phase der bilateralen maritimen Zusammenarbeit.

Bildnachweis: Brasilianische Marine.-

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