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Russland verbietet Exporte von Flugkraftstoff bis 30. November 2026

Flugzeug wird am Rollfeld betankt, Drohne fliegt, Dokument mit Aufschrift "EXXPOORT" im Vordergrund.

Russland stoppt Ausfuhren von Flugkraftstoff

Während die ukrainischen Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur anhalten, hat die russische Regierung ein Exportverbot für Flugkraftstoff bis zum 30. November 2026 beschlossen. Damit sollen die Versorgung im Inland gesichert und der heimische Kraftstoffmarkt stabil gehalten werden.

Wie aus einer am Montag (1.) veröffentlichten offiziellen Mitteilung hervorgeht, dient die Massnahme der Stabilisierung des Binnenmarkts. Russland liefert Flugkraftstoff üblicherweise vor allem per Bahn in zentralasiatische Länder, darunter Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan.

Der Beschluss ergänzt eine Reihe weiterer Energiebeschränkungen, die Moskau verhängt hat. Zuvor hatte Russland bereits den Verkauf von Benzin eingeschränkt, um die inländische Versorgung zu schützen.

Diesel bleibt vorerst von Exportbeschränkungen ausgenommen

Für Diesel gelten bislang keine vergleichbaren Massnahmen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax prüfen Behörden in der zentralen Region des Landes jedoch, ob auch dafür Einschränkungen eingeführt werden sollen.

Ukrainische Drohnenangriffe belasten Russlands Energiesektor

In den vergangenen Monaten hat sich der Druck auf den russischen Energiesektor erhöht, nachdem ukrainische Drohnen Raffinerien und strategisch wichtige Energieanlagen angegriffen hatten.

Reuters-Daten zufolge sank die Dieselproduktion in Russland im Mai um rund 10 %, nachdem sie bereits im April ähnlich stark zurückgegangen war. Ursache waren verringerte Kapazitäten sowie die vorübergehende Stilllegung einiger Raffinerien. Trotz des Produktionsrückgangs nahmen die russischen Dieselexporte in diesem Zeitraum weiter zu.

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