Zum 1. Mai 2026 treten mehrere neue Regelungen gleichzeitig in Kraft: Wer am Steuer zum Telefon greift, kann in bestimmten Départements schon beim ersten Verstoss den Führerschein verlieren; zugleich steigt der Gaspreis spürbar um 15,4 %. Dazu kommt eine Entlastung für Studierende durch das ausgeweitete 1‑Euro‑Essen, während sich einzelne Verwaltungsgebühren – insbesondere rund um Aufenthaltstitel – deutlich verteuern.
Wie zu jedem Monatsbeginn greifen damit verschiedene Massnahmen auf einmal: einige seit Langem angekündigt, andere für viele Haushalte und Betroffene eher unerquicklich. Hier sind die Änderungen, die ab dem 1. Mai 2026 gelten.
Das 1‑Euro‑Essen für alle Studierenden in den Crous‑Mensen
Diese Neuerung stand bei Studierendenvertretungen besonders weit oben auf der Liste. Bislang war das Essen für 1 Euro in den Universitätsmensen vor allem Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie nicht geförderten Studierenden in prekären Situationen vorbehalten. Ab Montag, dem 4. Mai 2026, wird das 1‑Euro‑Essen nun ohne Einkommensprüfung für alle Studierenden geöffnet.
Der Anspruch gilt damit für alle, die im Hochschulbereich eingeschrieben sind – einschliesslich Auszubildender, dual Studierender, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Freiwilliger im Zivildienst.
Konkret umfasst dieser Preis ein Hauptgericht und bis zu zwei Beilagen (Vorspeise, Dessert, Käse); je nach Einrichtung können Zusatzleistungen gegen einen variierenden Aufpreis angeboten werden. Umgesetzt wird das Angebot in den vom Crous betriebenen Einrichtungen sowie in Partnerstandorten des Crous‑Netzwerks, etwa in Cafeterien.
Gas wird deutlich teurer: +15,4 % ab diesem 1. Mai
Zwar sind die regulierten Gastarife seit dem Sommer 2023 abgeschafft, doch die Energie-Regulierungskommission (CRE) veröffentlicht monatlich einen sogenannten „Referenzpreis“, der Verbraucherinnen und Verbrauchern als Orientierung dient. Für Mai fällt das Signal klar negativ aus.
Ab dem 1. Mai 2026 steigt dieser Referenzpreis im Durchschnitt um 15,4 % auf 160,54 €/MWh TTC, nach 139,12 €/MWh im April.
Die CRE beziffert den Effekt auf durchschnittlich 6,19 euros TTC pro Monatsrechnung. Die Erhöhung wird als „Folge der Preissteigerungen an den Gasmärkten im Zuge der laufenden Krise im Nahen Osten“ beschrieben. Diese Referenztabelle gilt für das Netzgebiet, in dem GRDF den Verteilnetzbetreiber stellt – das betrifft 95 % der privaten Kundschaft.
Telefon am Steuer: Führerschein-Sofortsperre in einem vierten Département
Im Strassenverkehr wird in der Charente-Maritime die Linie der Nulltoleranz übernommen. Ab dem 1. Mai kann die Nutzung des Telefons am Steuer dort per Präfekturerlass eine sofortige Führerscheinsuspendierung nach sich ziehen. Vergleichbare Regeln gelten bereits in den Landes, im Pas-de-Calais und im Lot-et-Garonne.
Die Suspendierung kann bis zu sechs Monate dauern – und noch länger, wenn gleichzeitig weitere Verstösse festgestellt werden. In den übrigen Départements bleibt es beim bisherigen Vorgehen: eine Pauschalbusse von 135 euros und der Abzug von drei Punkten.
Steuermarke, ausländischer Führerschein: weitere Änderungen im Überblick
Für viele Verwaltungswege von Migrantinnen und Migranten wird es teurer: Der Zugang zu einem Aufenthaltstitel kostet künftig deutlich mehr. Ab dem 1. Mai 2026 steigt die für die Ausstellung notwendige Steuermarke für eine erste befristete Aufenthaltskarte, eine mehrjährige Karte oder eine Daueraufenthaltskarte von 225 auf 350 euros.
Ein ermässigter Betrag von 20 euros bleibt bestehen – für Studierende, Saisonarbeitskräfte, arbeitssuchende Personen sowie im Rahmen des Familiennachzugs (zuvor 75 euros). Bei einer Verlängerung erhöht sich der Betrag auf 250 euros (statt 75 euros).
Ausserdem wird ab dem 4. Mai der Umtausch eines ausländischen Führerscheins ausserhalb der Europäischen Union und ausserhalb des Europäischen Wirtschaftsraums kostenpflichtig: fällig wird eine Stempelabgabe von 40 euros – oder 20 euros in Französisch-Guayana.
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